Elektra, Band 2 (Panini) | Comicleser

Elektra, Band 2 (Panini)

Dezember 2, 2015

Elektra, Band 2 (Panini)

Gemeinsam mit Cape Crow, Matchmaker und Kento Roe ist Elektra im Himalaya auf der Flucht vor den Auftragskillern der Mord-Liga. Ihr Weg führt an eine ehemalige Stätte der Inhumans. Dort unterhält Cape Crow eines seiner zahlreichen Verstecke. Doch die Liga war einmal mehr schneller und hetzt die Serpent Squad auf die Flüchtigen. Zwar gelingt es, die recht zweitklassige Squad zu besiegen, doch wartet im Versteck eine per Naniten Cocktail getunte Lady Bullseye auf Elektra. Noch tödlicher. Noch stärker. Aber Elektra wäre nicht selbst die perfekte Assassine, wüsste sie die Schwächen ihrer Gegnerin nicht für sich zu nutzen.

Unsere Heldin beschließt, in die Offensive zu gehen und den Kopf der Mord-Liga unschädlich zu machen. Die Spur führt nach New Orleans, wo noch mehr hirnlose Cocktail-Schurken auf sie warten. Eine weitere Neuigkeit lässt sie erschaudern: angeblich weiß Erzfeind Bullseye (bekanntlich hat er Elektra schon einmal getötet), der im katatonischen Zustand sicher von S.H.I.E.L.D. verwahrt wird, wer der Chef der Mord-Liga ist. Ausgerechnet. Elektra bleibt nichts anderes übrig, als Bullseyes Körper zu stehlen und in seinen Geist einzudringen. Als plötzlich auch noch die Ninjas der Hand auftauchen und ebenfalls an Bullseyes Körper interessiert sind, beginnt es für Elektra kompliziert zu werden…

Eine der famosen Doppelseiten

Eine der famosen Doppelseiten

Mit diesem zweiten Band ist die neu gestartete Elektra-Reihe schon wieder zu Ende (nach insgesamt nur 11 Heften in den USA). Ein Schicksal, das Elektra-Serien schon des öfteren traf, auch bei uns: 2003 war nach 15 Heften Schluss. Leider. Und schade, auch diesmal. Denn an den herausragenden, gemalten und kompositorisch faszinierenden Zeichnungen Mike del Mundos kann es nicht gelegen haben, an denen kann man sich nicht genug sattsehen. Wieder sind wunderbar gestaltete Doppelseiten dabei, die bisweilen an die Collagen eines David Mack erinnern. Auch die originellen Cover, einige davon mit Symbolcharakter, sind mit abgedruckt.

Vielleicht lag’s an der Handlung? Die Geschichte um die Mord-Liga ist zwar eine typische Story, die nur und ausschließlich auf Superhelden- und –schurken Ebene spielt (im Gegensatz beispielsweise zur eher ‚normalen‘ Black Widow Reihe, die gleichzeitig noch Agententhriller ist) und geht daher mehr in die Breite denn in die Tiefe, ist aber mit der einen oder anderen Überraschung und diversen Fantasy-Elementen aufgepeppt und damit nicht gerade eindimensional. Auch wenn es an Tiefgang bisweilen mangelt und wenngleich die beiden Episoden, bei denen del Mundo den Zeichenstift an Alex Sanchez abgibt, von Inhalt und Qualität deutlich abfallen. Trotzdem: die Unterhaltung ist solide und als Leser hätte man gegen weitere Abenteuer mit Elektra und dem Team Blackman/del Mundo durchaus nichts einzuwenden gehabt. (bw)

Elektra, Band 2: Verehrung
Text: W. Haden Blackman
Bilder: Mike del Mundo, Alex Sanchez
140 Seiten in Farbe, Softcover
Panini Comics
16,99 Euro

ISBN: 978-3-95798-405-0

 

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