Batman Sonderband 43 (Panini) | Comicleser

Batman Sonderband 43 (Panini)

Juli 1, 2014

Batman Sonderband 43

Grusliges gab es um den dunklen Ritter ja immer schon zu vermelden, von den ersten Auftritten des Jokers über die äußerst horrorlastigen Swamp Thing-Crossovers eines Bernie Wrightson bis hin zu Graphic Novels wie Gotham by Gaslight oder Gothic. Durchaus legitim also, eine Grusel-Anthologie zusammenzustellen, wie die Kollegen von Panini dies in diesem Band tun.

Den Auftakt macht mit „Käfig“ dabei auch gleich das Highlight der Sammlung: Batman lässt sich selbst in Arkham Asylum einsperren, um – Escape Plan ahoi – zu testen, ob das Gefängnis in der Tat ausbruchsicher ist. Dabei trifft er auf Anchoress, eine geisterhafte Erscheinung, die einst Heilung bei Dr. Arkham suchte und über die Jahre in ihrer Zelle dahinvegetierte. So wie sie die Dinge sieht, hat Batman Arkham von einem Sanatorium in einen Hochsicherheitsknast für kriminelle Irre verwandelt (das lässt sich auch nicht so ganz von der Hand weisen), und das nimmt ihm die Dame äußerst krumm…Bei „Ein Gesicht unter vielen“ steht dann Detective Bullock im Vordergrund, der plötzlich rasiert ist, jede Menge Fälle aufklärt und sogar eine Freundin hat. Klar, dass hier etwas nicht stimmt, und schnell stellt sich heraus, dass der echte Bullock gefangen gehalten wird und eine psychopathische Massenmörderin namens Mrs. X sein Leben und seine Identität an sich gerissen hat. Beim nächsten Fall zeigt sich ein um seinen Sohn Damian trauernder Batman erst spröde, als sein Freund Superman auftaucht und ihm helfen möchte – bis die beiden in „Irrlichter“ mit einer sauberen Satansbeschwörung konfrontiert sind, die ihnen alles abverlangt, damit Gotham nicht von einem Seelenfresser heimgesucht wird. Worauf Batman sogar zugibt, dass er froh ist, einen Freund an seiner Seite zu haben. Dr. Kirk Langstrom schließlich muss in „Revierkampf“ damit leben, dass er sich offenbar auch ohne sein Serum in den grimmen Man-Bat verwandelt, was umso brisanter ist, als ein animalischer Serienmörder in Gotham unterwegs zu sein scheint…

Die Stories sind aus verschiedenen Ausgaben und Annuals der US-Serien Batman und Detective Comics (allesamt von 2013) entnommen und kommen daher naturgemäß in unterschiedlichen Zeichenstilen daher, was durchaus für Abwechslung sorgt. Die Kontinuität wird durch ein paar erklärende Fußnoten zwar hergestellt, Hintergrundwissen zum neuen DC-Universum ist aber für das Lesevergnügen nicht unbedingt erforderlich. Inspiriert wurden die Schreiberlinge dabei offenkundig von allerlei Vorlagen, von den Jekyll und Hyde-Aspekten in der Man-Bat-Geschichte über die Invasion Of The Body Snatchers-Anklänge von Mrs. X bis hin zu Lovecraft trifft Buffy in „Irrlichter“. Insgesamt ein flotter Lesespaß, der den Mitternachtsdetektiv vor allem bei „Käfig“ als Charakter präsentiert, der für einen wohligen Grusel geradezu wie geschaffen ist. (hb)

Batman Sonderband 43: Schreckensnächte in Gotham City
Text: Scott Snyder, John Layman
Bilder: Alex Maleev, Rafael Albuquerque, Szymon Kudranski
132 Seiten in Farbe, Softcover
Panini Comics
14,99 Euro

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