Aslak, Band 1 (Splitter) | Comicleser

Aslak, Band 1 (Splitter)

Mai 24, 2013

Aslak 1

Fantasy. Ein Jahr lang haben zwei Brüder, Skeggy (der Böse) und Sligand (richtig, der Gute) Zeit, neue unterhaltsame Geschichten zu finden und zu lernen, um ihren grausamen König zu unterhalten. Ansonsten stirbt ihre Mutter, wie auch ihr Vater zuvor durch die Hand des selbigen. So reisen die Brüder zu der Insel Almayen, ein Stadtstaat, wo ein legendärer Erzähler leben soll. Aber auf dem Weg dorthin zerstreiten sich die beiden. Skeggy, der ältere, nimmt die Dienste des grausamen Kapitäns Roald des Einarmigen in Anspruch während Sligand die mittellose Kapitänin Brynhild mit ihrem Seelenverkäufer, der Aslak, einem verlotterten Drachenschiff, engagiert. Doch der besagte Erzähler erweist sich als Flop, und ist nur die erste Station einer bald epischen Suche, bei der der eine (böse) Bruder mit seiner Truppe stets den anderen (guten) jagt.

Was der Band im Überfluss hat, ist Witz und Charme. Schon allein, dass der Name des schäbigsten Drachenschiffs des Reiches als Serientitel gewählt wurde, zeugt von Humor. Die Figuren mit ihren langen spitzen Nasen gehen schon fast als Funny durch und wunderbare Running Gags bringen den Leser ein ums andere mal zum Schmunzeln. Ob das der hünenhafte Almarik ist, der berserkermäßig alles um ihn herum niedermacht, nur um dann beim Anblick von Blut ohne Vorwarnung sofort in Ohnmacht fällt. Oder als Krönung die wiederkehrende Geschichte vom neunköpfigen Monster, die immer wieder auftaucht, um als die Story überhaupt verkauft zu werden – einfach köstlich. Und Kapitänin Brynhild, eine Seelenverwandte von Conans Belit, ist keine schillernde Amazone, sondern muss aktiv Kunden anwerben, was angesichts des Zustands ihres Schiffes nur mit Tricks möglich ist.

Eine höchst unterhaltsame Geschichte mit skurril-komischen Charakteren, die das Fantasy-Format einer Arleston-Serie hat, nur mit mehr Witz. Fantasy-Elemente tauchen erst ab der Mitte des Bandes auf, dann aber geballt und stets für neue Überraschungen sorgend. Wie auch der Band selbst eine angenehme Überraschung darstellt. Co-Autor Hub hat noch ein heißes Eisen im Feuer, seine eigene Serie, das Samurai-Epos Okko, das bei Carlsen erscheint und ebenfalls höchst lesenswert ist. (bw)

Aslak, Band 1: Das Auge der Welt
Text: Hub, Fred Weytens
Bilder: Emmanuel Michalak
56 Seiten in Farbe
Splitter Verlag
13,80 Euro

ISBN: 978-3-86869-496-3

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