Green Lantern Sonderband 26 (DC/Panini) | Comicleser

Green Lantern Sonderband 26 (DC/Panini)

Dezember 6, 2011

Also, für mich ist die Green Lantern – oder besser Grüne Leuchte – ein gewisser Hal Jordan, Testpilot, Hallodri und nebenbei Kraft eines grünen Rings nebst zugehöriger Batterie (aufladen nicht vergessen!) Wächter des Universums. So durfte ich diese Figur in ihrer Silver Age Ausprägung kennenlernen, auf der ominösen Erde 2 gab‘s dann auch mal eine andere Ausgabe (später fand man heraus, dass das ja eigentlich die Ursprungs-Laterne war), und das war‘s. Mittlerweile ist das All offenkundig bevölkert von Lanterns/Leuchten/Laternen in allen Größen, Formen und Farben, grün, weiß, schwarz, und vermutlich auch pink, und die prügeln sich in diversen Epen mit allerlei Lumpensöhnen durch die Galaxien.

Läßt man diesen Kontext allerdings mal außen vor und konzentriert sich auf die Story, macht dieser Brightest Day-Band um den Waffenmeister (den es offenbar auch schon im Silver Age gab, soviel entnehmen wir dem Vorwort) so richtig Spaß. Denn bis auf die Tatsache, dass eben jener besagte Herr Jordan hier gar nicht vorkommt, sondern diverse andere Arbeitskollegen wie Kyle Rayner, geht es ordentlich zur Sache. Der Waffenmeister, der einst der abtrünnigen Leuchte Sinestro den gelben Ring schmiedete, entführt Soranik Natu (Klaatu barada nikto?), ebenfalls Grüne Leuchte und nebenbei Tochter der grimmen Rothaut, da dieser nichts anderes zu tun hatte, als zum Dank Qward, den Heimatplaneten des Waffenmeisters, zu Klump zu hauen und die Bevölkerung zu versklaven. Anstelle von Sinestro eilt allerdings Laterne und Lover Kyle Rayner zur Rettung und packt gleich das halbe Lantern-Corps mit ein. In der anschließenden monumentalen Keilerei erfahren wir, dass die Wächter von Oa mit dem Sinestro-Corps paktieren, da dem Universum eine deutlich größere Gefahr dräut als nur die Privatfehde des Waffenmeisters. Ohne Ringe darf allerdings mit Schmackes hingelangt werden, und das freut natürlich einen gewissen Kilowog. Die Chose gipfelt dann doch noch in einer Konfrontation zwischen Sinestro und seinem Widersacher, wobei es dem Clark Gable-Lookalike (ja echt, danach wurde er modelliert!) gelingt, den Waffenmeister auf seine Seite zu ziehen. Und ach ja, der coole Firestorm schaut auch noch vorbei.

Auch ohne Kenntnis der Ereignisse in Brightest Day macht dieser Band ordentlich Laune – und zwar aufgrund der halbwegs geradlinigen Story und der guten zeichnerischen Inszenierung von Meister Kirkham, der in großflächigen Panels ordentliche Schlachtengemälde zaubert, die vielleicht keinen Innovationspreis gewinnen, aber absolut gefällig die große Prügelei ins Auge springen lassen. Nicht tiefgründig, aber flott und spaßig. (hb)

Text: Tony Bedard
Bilder: Tyler Kirkham
124 Seiten in Farbe, Softcover
Panini Comics
14,95 Euro

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