Schweinevogel Adventskalender (Glücklicher Montag) | Comicleser

Schweinevogel Adventskalender (Glücklicher Montag)

November 27, 2015

Schweinevogel Weihnachtsstern (Glücklicher Montag)

„Vierundzwanzig lange Tage gilt es jetzt zu überstehen…vierundzwanzig lange Nächte, ohne dabei durchzudrehen!“ Nachdem auch in diesem Jahr wieder vollkommen überraschend für alle Weihnachten für den 24.12. anberaumt ist, wird in der Tat wieder Hektik einsetzen, die Furcht vor der Invasion der Körperfresser (sprich der buckligen Verwandtschaft) grassieren und vor allem die grimme Frage drohend im Raume stehen – wie soll man diese ganze Zeit füllen, mit seltsamen Leuten namens Familie, denen man das ganze Jahr über mit Ausreden wie Arbeit und ähnlichem Zeug erfolgreich aus dem Weg gehen kann? Gut, dass es Trost gibt. Der kommt nicht zuletzt in Form der lustigen Weihnachtskalender (Adventskalendervorlesebücher!), die uns der umtriebige Cartoonist Thomas Meitsch alias Schwarwel hier serviert.

Seine liebevoll-skurrilen Figuren schickt er dabei jeweils im gleichen Format auf vorweihnachtliche Abenteuer: stets gegenüberliegend, gibt es pro Dezember-Tag eine Zeichnung im Postkartenformat und dazu einen Teil einer zusammenhängenden Geschichte zum Vorlesen. In ‚Schweinevogel und der Weihnachtsstern‘ geht es da noch einigermaßen traditionell zu: als man feststellt, dass der für das Fest doch so wichtige Stern nicht auftaucht, alarmiert Schweinevogel den Professor, der mit seinem Teleskop entdeckt, dass sich der Schweif des Kometen verheddert hat. Kein Problem, Schweinevogel fliegt samt Crew inklusive Iron Doof hinauf und sorgt per Olivenöl für Abhilfe. Etwas schräger wird es dann schon in ‚Schweinevogel und das Weihnachtslicht‘, als seine Kumpels sich in einem stockfinsteren Verlies wiederfinden, das mit Rohren durchzogen ist. Nach einigen Verwicklungen erreicht man aber doch noch das Haus des Professors, wo Schweinevogel schon wartet.

Schweinevogel Weihnachtslicht (Glücklicher Montag)In der Weihnachtsstern-Ausgabe hält sich Schwarwel – der unter anderem Haus- und Hof-Grafiker bei den Ärzten ist und in der Comic-Hype-Zeit Ende der 90er den Verlag EEE künstlerisch leitete, bei dem bekanntlich auch Bela B. Felsenheimer himself mitmischte – auch textlich an traditionelle Muster, mit schönen Reimen, bei denen sogar eine balladenhafter Refrain nicht fehlen darf. Wie der Inhalt stehen auch die Texte in der Weihnachtslicht-Geschichte eher im Zeichen einer Tim Burton-mäßigen, erschreckenden Stimmung, mit beabsichtigten leichten Holprigkeiten und Absonderlichkeiten. Wer genug hat von Kalendern mit Schokolade, der bekommt hier eine schöne Alternative, die im Verlag Glücklicher Montag hübsch als Ringbuch geheftet daherkommt. Sozusagen für Jung und Alt. (hb)

Schweinevogel und der Weihnachtsstern
Schweinevogel und das Weihnachtslicht
Text & Bilder: Schwarwel
je 56 Seiten in Farbe, Softcover, Querformat
Glücklicher Montag
je 14,90 Euro

ISBN: 978-3-9815274-8-3 (Weihnachtsstern)
ISBN: 978-3-9815274-9-0 (Weihnachtslicht)

 

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