The Walking Dead, Band 11: Jäger und Gejagte (CrossCult) | Comicleser

The Walking Dead, Band 11: Jäger und Gejagte (CrossCult)

November 26, 2010

 

Endlich ist wieder Walking Dead-Zeit. Der neue Band ist da. Das heißt: alles stehen und fallen lassen, ab auf die Couch und lesen:

Die kleine Gruppe Überlebender ist weiter auf dem Weg Richtung Washington. Als erneut das Grauen zuschlägt. Doch nicht von Seiten der Streuner, der Zombies, sondern von da, wo man es nicht erwartet: Ben, ein Kind, schlachtet scheinbar willkürlich seinen Zwillingsbruder regelrecht ab. Wie verfährt die Gruppe mit einem Kind-Psychopathen? Und was sind das für Leute, die die Gruppe offenbar heimlich beobachten? Was hat es mit Pater Gabriel auf sich, der auf mysteriöse Weise unbehelligt bis zur Gruppe vorgedrungen ist?

Ganz gefährlich. Man muss aufpassen, nicht zu viel zu verraten. Wieder überschlagen sich die Ereignisse förmlich. Kirkman hat ein Talent zur Dramatik und schafft es scheinbar mühelos, immer wieder neue Ideen zu finden ohne sich zu wiederholen. Das sind oft, wie in diesem Band, drastische Ideen, die den Leser durchaus schockieren. Ideen, die sich mit Moral, Rache und Selbstjustiz auseinandersetzen. Was ist gerecht? Was ist gerechtfertigt? Was darf man verantworten im Umgang mit weiteren Überlebenden in Zeiten, wo Lebensgefahr allgegenwärtig ist? Dazu kommen starke Charaktere, die sich mühelos ins Ganze einfügen (wie der Pater, der Schuld auf sich geladen hat, die für fünf ausreichen würde) oder überraschend verschwinden.

So bleibt das hohe Niveau, auf das sich die Serie inhaltlich und zeichnerisch eingependelt hat, mühelos bestehen. Zusammen mit „Fables“ gibt es im Moment keine bessere Serie aus den USA.

So, der neue Band ist durch. Jetzt beginnt das qualvolle Warten auf den nächsten… Oder man schaut die TV-Serie, die gerade gestartet ist (Sky) und für die sich kein Geringerer als Regisseur Frank Darabont (Die Verurteilten, The Green Mile) verantwortlich zeichnet. In den USA übrigens, wie die Comicvorlage, ein absoluter Hit. (bw)

Text: Robert Kirkman
Bilder: Charlie Adlard
156 Seiten in schwarz-weiß, Hardcover, Kleinformat
16 Euro

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