Outlaws, Band 3 (Splitter) | Comicleser

Outlaws, Band 3 (Splitter)

April 10, 2026
Outlaws, Band 3: Prämissen (Splitter Verlag)

Zwei Jahre sind vergangen nach den Ereignissen in Band 2. Inzwischen schreiben wir das Jahr 2282 und befinden uns auf dem bergig-zerklüfteten Schnee- und Eisplaneten Zotrop. Dort liegt die Geheimbasis der berüchtigten Trident-Gang, inzwischen „Marktführer“ in Sachen Raub und Schmuggel von Aerospeeds, fliegenden Luxuskarossen. Chefs der Trident Gang sind – wenig überraschend – Zachary, Olmay und Kristina Swany, die ihre menschliche Herkunft hinter einer Maske verbirgt.

Zwischen den dreien rumort es, Olmay erweist sich als immer brutaler und rücksichtsloser, auch bei den eigenen Leuten. Eine Unruhe, die sich auch immer mehr auf den Rest der Gang überträgt. Deren Zusammenhalt bröckelt sichtlich, erst recht, als klar wird, dass Kristina eine „Menschin“ ist (Menschen sind weltraumweit geächtet, das wissen wir aus der Hauptserie). Trotzdem will man einen letzten großen Coup landen, den Olmay äußerst gewagt plant…

Letzter Teil des Orbital Prequels, das die Geschichte von Kristina Swany erzählt, der Schwester von Kaleb, der gerade in der Hauptserie eine steile Karriere anstrebt. Im Gegensatz zu ihrem Bruder gerät Kristina auf die schiefe Bahn, an der sie schnell Gefallen findet. Gemeinsam mit Olmay und Zachary, mit dem sie auch zusammen ist, führt sie die erfolgreich operierende Trident-Gang. Illegal erfolgreich, versteht sich, weshalb Captain Tetrana auf dem Planet Drenn noch immer die Suche nicht aufgegeben hat. Auch wenn sich eine vermeintlich heiße Spur zur Trident-Gang als falsch erweist, kommt Tetrana ohne es anfangs zu wissen Kristina und ihren Leuten näher.

Autor Sylvain Runberg glänzt auch hier mit einem klugen Storytelling, das zum Finale alle Protagonisten und alle Handlungsfäden geschickt zusammenführt und vereint. Dazwischen wendet sich die Story auch immer wieder Kaleb zu, der hier noch ganz am Anfang seiner Karriere steht und der nach seiner verschwundenen Schwester sucht. Insgesamt zeigt sich die Handlung  dabei nicht ganz so komplex wie die Hauptserie (dort sind ja auch bereits neun Bände erschienen), bleibt aber stets spannend und damit durchweg lesenswert.

Auch bei den Zeichnungen orientiert sich Éric Chabbert (dessen erste Serie „Doktor Monge“ seinerzeit auf Deutsch teilweise bei Arboris veröffentlicht wurde) wieder an dem außergewöhnlichen Stil des Stammzeichners Serge Pellé, freilich ohne dessen Stufe qualitativ ganz zu erreichen. Was nicht weiter tragisch ist, bleibt das Orbital-Feeling doch stets unverkennbar (die verschiedenen Alien-Rassen, die Farbgebung, bei der Weißtöne vorherrschen, oder die fantasievolle Darstellung der Welten). Von daher: Daumen hoch für dieses gelungene Prequel. (bw)

Outlaws, Band 3: Prämissen
Text & Story: Sylvain Runberg
Bilder: Éric Chabbert
56 Seiten in Farbe, Hardcover
Splitter Verlag
18 Euro

ISBN: 978-3-98721-095-2

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