Luc Orient, Band 15 (All Verlag) | Comicleser

Luc Orient, Band 15 (All Verlag)

Januar 26, 2026
Luc Orient, Band 15: Roubak - Letzte Hoffnung (All Verlag)

Alarmstufe rot auf der „Jabrakk“, dem Weltenschiff des heimatlosen Volkes der Dartz. Aufgrund Sabotage von Unbekannt an der Lüftungsanlage entsteht ein Sauerstoffmangel, der alle an Bord bedroht. Rettung könnte einmal mehr der nahe Planet Roubak bieten, der bereits in Band 13 wegen Trinkwassermangel angesteuert wurde und der sich inzwischen klimatisch von Grund auf verändert hat und nun eine üppige Vegetation bietet. Dort angekommen stoßen Luc, Lora & Co. zuerst auf einen seltsamen Roboter namens Tack-Tick, der erstaunliche Fähigkeiten offenbart, und schließlich völlig überraschend auf einen alten Gegner, der mit seinen Allmachtsfantasien einmal mehr die Existenz aller bedroht. Durch den sich aber vielleicht auch die einmalige Möglichkeit bietet, nicht nur zur Erde, sondern auch in die richtige Zeit zurückzukehren…

Etwas überraschend finden wir Luc, Kala und die anderen Erdenbewohner hier im „Jabrakk“ wieder, dem gigantischen Raumschiff, das über drei Millionen Dartz beherbergt – hatte man doch zum Finale des letzten Bandes („Das Ufer des Schreckens“) vermeintlich Terango als neue Heimat der Dartz auserkoren. Eine Erklärung dafür bleibt die Geschichte tatsächlich schuldig. Auf Roubak dauert es dann eine Weile, bis die Handlung durch das Auftauchen des Antagonisten in Fahrt kommt. Später greift die Story weit zurück in die Serien-Historie (nämlich auf Band 6), um eine Erklärung zu liefern, warum unter Umständen für Luc, Lora und Kala eine Rückkehr zur Erde in ihre richtige Zeit möglich wäre. Dass dann ausgerechnet Kalas Nemesis dies zu ermöglichen vermag, zeugt von einer feinen Ironie.

Im Original erschien „Roubak – Letzte Hoffnung“ 1983 als Fortsetzungsgeschichte im Tintin-Magazin und ein Jahr später im Album-Format als Band 15 der Reihe, deren Spätphase damit eingeläutet wurde. Eddy Paape zeichnete den Band nicht nur, er war auch für einen Großteil der Story zuständig, die nach einer Idee des Autors Gérard Jourd’hui entstand. Stammautor Greg (u.a. für Klassiker wie Comanche, Andy Morgan oder Bruno Brazil verantwortlich) lebte und arbeitete zu der Zeit in den USA, eine wenig erfolgreiche Episode für ihn, wie der einmal mehr informative und reich bebilderte Sekundärpart berichtet, der die letzte Schaffensphase des Autors beleuchtet. Bei uns erschien die Geschichte erstmals 1987 im Hethke Verlag, der damit die Bastei Reihe weiterführte, und viel später dann 2011 in Band 4 der Luc Orient-Gesamtausgabe bei Ehapa.

Der Band, samt augenzwinkerndem Schluss, beendet den Dartz-Zyklus, der 1975 mit „Das Kristalltor“ (Band 12) begonnen hatte. Wieder einmal versteht es Eddy Paape mit seinen farbenfrohen Zeichnungen, die fremde Technologie der Dartz originell zu inszenieren. Heimlicher Star der Story ist der Roboter Tack-Tick, der als Science Fiction-KI schier unbegrenzte technische Fähigkeiten besitzt. Und der, genau wie der Schutzanzug, den Luc probeweise verpasst bekommt, an Gimmicks aus klassischen SF-Filmen der Fünfziger Jahre erinnert. Im positiven Sinne altbacken, könnte man sagen. Mit dem Band verlassen wir nun endgültig die Dartz und die in der Zeit Gestrandeten, den Marquis und Gaspard. Noch drei Alben, dann ist die Serie beendet. Auch dieser Band ist als Vorzugsausgabe erhältlich, die wieder auf 111 Exemplare limitiert ist, mit Schutzumschlag und nummerierten Exlibris. (bw)

Luc Orient, Band 15: Roubak – Letzte Hoffnung
Text: Eddy Paape, Gérard Jourd’hui, Greg
Bilder: Eddy Paape
64 Seiten in Farbe, Hardcover
All Verlag
17,80 Euro

ISBN: 978-3-96804-365-4

Tags: , , , , , , , , , ,

Comments are closed.