Fantastic Four: Fanfare (Panini) | Comicleser

Fantastic Four: Fanfare (Panini)

März 27, 2026
Fantastic Four: Fanfare (Panini Comics)

Unter dem Titel „Fanfare“ bringt Panini eine kleine aber feine Anthologie rund um Marvels First Family heraus, mit insgesamt zwölf Kurzgeschichten, die ursprünglich in den USA letztes Jahr in vier Einzelheften erschienen sind. Die Beiträge stammen von verschiedenen Autoren und Zeichnern, darunter illustre Namen, wie Mark Waid, Mike Allred, Alan Davis oder Mark Buckingham. In den Storys enthalten und behandelt sind alle Facetten, die ie FV seit jeher ausmachen – immerhin ist man bereits seit 1961 im Dauereinsatz: die Charaktere mit all ihren Eigenheiten und Macken, die man nicht mehr missen will, die einzigartigen Kräfte der FV, ihre Beziehungen untereinander, die klassischen Feinde, von Dr. Doom bis Galactus. Und natürlich die Erfindungen von Reed, deren Funktion er gerne zum Verdruss aller ausführlich darlegt.

Dementsprechend startet der Band gleich mit einer Episode von Mark Waid mit „Fackel“ Johnny Storm und „Ding“ Ben Grimm, die sich bekanntlich gerne derbe Streiche spielen, was hier einen unerwarteten Ausgang nimmt. In „Das Leben macht Spaß“ geschrieben und gezeichnet von Alan Davis, liegt es an Johnny, das Team zu retten. Wieder Johnny: zum Fremdschämen gerät seine Teilnahme an einer Reality-TV Kuppelshow, inkl. eines originellen Auftritts von Mole Man. Freitag Abend = Film Abend? Oder die FV retten mal schnell eine Parallelwelt vor bekannten und unbekannten Monstern und Ungeheuern. Kraftvoll realistisch gezeichnet von Dustin Weaver und geschrieben, inkl. eines Clous am Ende, von Jonathan Hickman.

Einen feinen, filigranen Strich legt dann John Tyler Christopher vor, in einer Episode, in der Reed Richards ein typisches Reed Richards Problem lösen will („Zukunft ungewiss“). „Versteckspiel“ von Mark Buckingham erinnert dann an den typischen Kirby-Stil und zeigt, wie Doom-Schergen auf ganzer Linie versagen. Einen Rückblick auf die Jugend Ben Grimms erklärt, wie dessen von Reed geschätzte Fähigkeiten als Pilot entstanden (von Dan Slott und Marcos Martin). Dann bekommt das Ding ein Solo spendiert. Er trifft sich mit dem einstigen Schurken Sandman und muss mit ihm eine gefährliche Situation meistern. Jetzt Vorhang auf für Mike Allred: in seinem ureigenen unterkühlten Zeichenstil lässt er den eitlen Johnny Storm eine Episode bestreiten, in der jener zum „Sexiest Man“ im Universum gekürt werden soll.

Nun steht endlich auch einmal Sue Storm, „Die Unsichtbare“, im Mittelpunkt. In „Ain’t no Grave“ (u.a. von Johnny Cash gesungen) trifft sie auf den todkranken Mole Man – schöne Dialoge von J. Michael Straczynski und klassisch gezeichnet von CAFU (d.i. Carlos Alberto Fernández Urbano). Ultimate Spider-Man Zeichenikone Mark Bagley spendiert den FV dann einen verdienten, vermeintlich freien Abend auf dem Jahrmarkt, nachdem Reed und Sue verkündet haben, dass sie Eltern werden. Und abschließend – in der einzigen cartoonig gezeichneten Episode – bekommt es die First Family doch noch mit Namor zu tun („Jetzt geht’s rund“). Insgesamt ein Band, der locker flockig zu lesen ist, auch für jene, denen die Truppe vielleicht weniger vertraut ist. Garniert mit reichlich Humor, aber auch mit ernsteren Passagen. Abwechslungsreich, wobei die unterschiedlichen Zeichenstile das Salz in der Suppe sind. (bw)

Fantastic Four: Fanfare
Text & Story: Chip Zdarsky, Mark Buckingham, Jonathan Hickman,
J. Michael Straczynski, Dan Slott, Alan Davis, Mark Waid, Tom DeFalco u.a.
Bilder: Alan Davis, CAFU, Marcos Martin, Mark Bagley, Mark Buckingham,
Mike Allred, Ramon Rosanas, Ron Frenz, Sara Pichelli, John Dell u.a.
136 Seiten in Farbe, Softcover
Panini Comics
18 Euro

ISBN: 978-3-7416-4673-7

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