Asterix erobert Rom (Egmont) | Comicleser

Asterix erobert Rom (Egmont)

Oktober 27, 2026
Asterix erobert Rom – Das Album zum Film (Jubiläumsausgabe), Egmont Comic Collection

Einmal mehr steht ein Klassiker-Jubiläum an. Denn vor genau 50 Jahren lief in den Kinos erstmals „Asterix erobert Rom“. Es war nicht der erste abendfüllende Zeichentrickfilm mit den beiden Galliern – zuvor erschienen „Asterix der Gallier“ und „Asterix und Kleopatra“-, aber der erste, der im hauseigenen Studio namens Idéfix Productions entstand und über den die beiden Schöpfer René Goscinny und Albert Uderzo somit erstmals die vollständige Kontrolle hatten.

Und: Im Gegensatz zu den beiden ersten Filmen basiert die Story hier nicht auf einem zuvor erschienenen Comic-Album, sondern wurde von Goscinny originär verfasst. Der Autor ließ sich hier von den zwölf Prüfungen des Herkules (im Film: Herakles, was griechisch und damit eigentlich falsch ist) inspirieren (im Original heißt der Film dann auch sachlicher und passender „Les 12 Travaux d’Astérix“ („Die zwölf Arbeiten des Asterix“).

Nun also die Jubiläumsausgabe zum Film. Die besteht bekanntlich nicht aus Filmbildern, sondern ist garniert mit großformatigen Illustrationen, die Albert Uderzo extra angefertigt hat und die die wichtigsten Szenen des Films zeigen. Die Story kennen wir: Cäsar kommt zu Ohren, dass die Gallier aufgrund ihrer Unbesiegbarkeit Götter sein könnten und gibt ihnen zwölf Prüfungen vor, die natürlich Asterix und Obelix angehen. Bestehen sie diese, gehört Rom ihnen. Tun sie das nicht, dann müssen sie sich Cäsar unterwerfen.

Bekommen wir damit jetzt endlich auch die Comic-Adaption von Marcel Uderzo, Alberts jüngerem Bruder, zu Gesicht? Leider nein. Die ist wohl auf ewig im Giftschrank weggesperrt (und erschien nur ein einziges Mal auf Deutsch: als Fortsetzungsgeschichte 1979/1980 in Schwarz-Weiß im Magazin Comixene Nr. 24 bis 29 unter dem Titel „12 Prüfungen für Asterix“). Das Zusatzmaterial in dieser Ausgabe, immerhin 16 Seiten, befasst sich ausschließlich und eingehend mit der Produktion und der Entstehung des Films.

Dazu werden zuerst die Umstände der Gründung des Studios Idéfix Productions geschildert, das außer diesem nur noch einen weiteren Film produzierte („Lucky Luke – Sein größter Trick“) und das nach dem frühen Tod Goscinnys wieder geschlossen wurde. Später geht der Band auf die Prüfungen und ihre Motive ein, die auch in anderen Asterix Alben zu finden sind. Der Humor des Streifens wird gelobt und natürlich ist ein Kapitel dem berühmten Passierschein A 38 gewidmet, der dem Band sogar als Gimmick beiliegt.

Diverse Abbildungen, wie Plakate, Modelsheets und Ausschnitte aus dem Drehbuch, inklusive handschriftlichen Notizen Goscinnys, ergänzen die Texte. Wer den Film mag und die illustrierte Adaption nicht kennt oder bereits in anderer Form sein Eigen nennt, kann hier gerne zugreifen, wobei die Investition in die Hardcover-Variante die empfehlenswertere ist. Und wer den Film noch nicht kennt – „Asterix erobert Rom“ ist bei dem einen oder anderen Streaming-Dienst verfügbar. (bw)

Asterix erobert Rom – Das Album zum Film
Jubiläumsausgabe

Text & Story: René Goscinny
Bilder: Albert Uderzo, Thierry Mébarki (Farben)
96 Seiten in Farbe, Hardcover
Egmont Comic Collection
17 Euro (Hardcover)
9,99 Euro (Softcover)

ISBN: 978-3-7704-1219-8

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