{"id":6658,"date":"2018-04-09T12:19:46","date_gmt":"2018-04-09T10:19:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=6658"},"modified":"2018-04-09T12:25:08","modified_gmt":"2018-04-09T10:25:08","slug":"ldh-liga-deutscher-helden-heft-12-contentkaufmann","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.comicleser.de\/?p=6658","title":{"rendered":"LDH &#8211; Liga deutscher Helden, Heft 1+2"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-6660 alignleft\" src=\"http:\/\/www.comicleser.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/LDH-2.jpg\" alt=\"\" width=\"270\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.comicleser.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/LDH-2.jpg 270w, https:\/\/www.comicleser.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/LDH-2-203x300.jpg 203w\" sizes=\"auto, (max-width: 270px) 100vw, 270px\" \/>Deutsche Superschurken haben seit jeher Konjunktur, schon seit Superman &amp; Co. auf den Seiten der US-Comicbooks w\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs den Nazis h\u00f6chstpers\u00f6nlich Mores lehrten. Bei deutschen Superhelden sieht das dagegen ganz anders aus. N\u00e4mlich \u00e4u\u00dferst mau. In den USA, wo dieses Genre begr\u00fcndet wurde, wie auch hier in Deutschland. Na gut, dort gibt es Kurt Wagner, alias Nightcrawler von den <a href=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=4230\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">X-Men<\/a> und hierzulande war der ambitionierteste Versuch in diesem Bereich die Ver\u00f6ffentlichungen der Ideenschmiede Paul und Paul (\u201eHelden\u201c, \u201eDorn\u201c), was schon eine ganze Weile her ist. Nun mischen ausgerechnet in unserem Nachbarland \u00d6sterreich die ASH, die Austrian Superheroes, in einer Heftreihe die Szene auf und sind in ihren Sammelb\u00e4nden erfolgreich zu einem renommierten Comicverlag, n\u00e4mlich <a href=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?cat=17\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Cross Cult<\/a>, migriert, wo inzwischen bereits zwei Ausgaben vorliegen. Was bei den \u00d6sis klappt kann bei uns nicht verkehrt sein, und so haben namhafte und altgediente deutsche Comicschaffende unter dem gleichen Dach die LDH, die Liga Deutscher Helden, ins Leben gerufen, deren zweites Heft gerade frisch erschienen ist.<\/p>\n<p>Die hiesigen Superherrschaften und Mitglieder der LDH nennen sich Gamsbart, Jeck, Lorelei und Chim\u00e4re, wobei der bisher noch geheimnisvolle \u201eCaptain\u201c die Leitung der Truppe innehat. Aber es gibt bei uns noch mehr Superhelden, inkl. der als \u201eGaststars\u201c auftretenden ASH: Watzmann, der mysteri\u00f6se Blanke Hans, G\u00f6re (aus Berlin, klar) kommen der LDH immer wieder zur Hilfe. Bei was? Nun, seit einiger Zeit h\u00e4ufen sich in Deutschland sogenannte epigenetische Mutationen. Diese sind auch f\u00fcr die \u201eEntstehung\u201c der hiesigen Helden verantwortlich. Doch ein Unbekannter triggert diese Mutationen anscheinend willk\u00fcrlich bei Normalb\u00fcrgern, die sich \u2013 sofern sie ein bestimmtes Gen besitzen \u2013 dann entweder zu Monstern verwandeln oder aus dem Nichts kuriose F\u00e4higkeiten entwickeln und damit heilloses Chaos anrichten. So geht es von der Zentrale in Bonn zu Eins\u00e4tzen nach Frankfurt, M\u00fcnchen (Heft 1) und <a href=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=4139\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Berlin<\/a> (Heft 2), wobei auf der Action-Ebene die Gegner bek\u00e4mpft werden, w\u00e4hrend handlungstechnisch die Suche nach der Ursache der Mutationen vorangetrieben wird.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-6659\" src=\"http:\/\/www.comicleser.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/LDH-1.jpg\" alt=\"\" width=\"270\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.comicleser.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/LDH-1.jpg 270w, https:\/\/www.comicleser.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/LDH-1-203x300.jpg 203w\" sizes=\"auto, (max-width: 270px) 100vw, 270px\" \/>Dabei setzt man viel auf Lokalkolorit, denn w\u00e4hrend Gamsbart auf <a href=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=5945\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">bayerisch schwadroniert<\/a>, l\u00e4sst Jeck (Nomen est Omen) keine Gelegenheit aus, um auf K\u00f6lsch seine Sp\u00e4\u00dfchen zum Besten zu geben. Hier liegt ein Problem, bzw. ein Widerspruch in der ganzen Sache. Denn einerseits m\u00f6chte man mit der Reihe ernst genommen werden (das unterstellen wir mal), andererseits aber wirkt v.a. Jeck mit seinem Slang und seinen Karnevals-Gimmicks (\u201eStr\u00fcssjer-Bomben\u201c) wie eine Karikatur, bzw. Heldenparodie, die das vermeintlich Seri\u00f6se an der Sache wieder torpediert und mehr an die \u201elustigen\u201c Batman-Episoden aus den sechziger Jahren erinnert. Klar wollen Macher und Leser Spa\u00df an der Sache haben, aber die Dialekt-Szenen (die dann auch noch \u201e\u00fcbersetzt\u201c werden) stehen dem Ganzen dann doch etwas im Wege. Neben den Namen der Helden und den Locations (inkl. eines witzigen Einsatzes des Berliner Luftbr\u00fcckendenkmals) lassen die Macher reichlich deutsche Geschichte in die Story einflie\u00dfen. Chim\u00e4re war in der DDR bereits aktiv, man erinnert an alte Ost- und West-Seilschaften, Helmut Schmid hat innerhalb eines R\u00fcckblicks einen Gastauftritt als Bundeskanzler und in den Zweitstorys wird die Origin von ausgesuchten Helden beleuchtet.<\/p>\n<p>Auch in der Hauptstory wird immer wieder auf die Vergangenheit der Helden Bezug genommen \u2013 so erfahren wir, dass der \u201eCaptain\u201c, als er noch einen \u201erichtigen\u201c K\u00f6rper besass, in dunklen Zeiten \u201eHauptmann Deutschland\u201c genannt wurde. Zur Verdichtung der Handlung und als Hintergrundinformation erg\u00e4nzt in Heft 2 ein fiktiver Sekund\u00e4rartikel \u00fcber die Urspr\u00fcnge der Heldengruppen der einzelnen L\u00e4nder (ja, neben den LDH und den ASH gibt es noch andere) die Geschichte. Der L\u00f6sung der Mutationen kommt man bisher nicht wirklich n\u00e4her, stattdessen wird die Handlung durch diverse neue Geheimnisse, Geschehnisse und Einsprengsel in die Breite gezogen und man fragt sich unweigerlich, wie die Story zu einem vern\u00fcnftigen Ende gef\u00fchrt werden soll. Denn mit dem kommenden dritten Heft soll (vorerst?) schon wieder Schluss sein mit der via Crowdfunding finanzierten LDH-Reihe, was schade w\u00e4re, zumal die \u00d6si-Kollegen bereits elf Hefte erfolgreich auf dem Buckel haben. F\u00fcr Sammler gibt es pro Ausgabe zwei limitierte Variant-Cover, die u.a. von Ralf K\u00f6nig gestaltet wurden. (bw)<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/ligadeutscherhelden.de\/shop\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">LDH &#8211; Liga deutscher Helden, Heft 1+2<\/a><br \/>\nText: Jan Dinter, Oliver Naatz<br \/>\nBilder: Martin Frei, Stefan Dinter, Gerhard Schlegel, Erol Lorenzo Debris, Oliver Kammel<br \/>\nje 36 Seiten in Farbe, Heftformat<br \/>\nContentkaufmann<br \/>\nje 4,90 Euro (Regular Edition)<\/p>\n<div class=\"wp_twitter_button\" style=\"float: right; margin-left: 10px;\">\n\t\t\t\t<a href=\"http:\/\/twitter.com\/share?counturl=https%3A%2F%2Fwww.comicleser.de%2F%3Fp%3D6658\" class=\"twitter-share-button\" data-url=\"https:\/\/www.comicleser.de\/?p=6658\" data-count=\"none\" data-via=\"comicleser\" data-lang=\"de\" data-text=\"LDH &#8211; Liga deutscher Helden, Heft 1+2 &raquo; Comicleser #Ash #Austrian Super Heroes #Conten [...]\">Tweet<\/a>\n\t\t\t<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Deutsche Superschurken haben seit jeher Konjunktur, schon seit Superman &amp; Co. auf den Seiten der US-Comicbooks w\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs den Nazis h\u00f6chstpers\u00f6nlich Mores lehrten. 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