{"id":6196,"date":"2017-12-04T14:15:54","date_gmt":"2017-12-04T12:15:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=6196"},"modified":"2017-12-06T13:29:36","modified_gmt":"2017-12-06T11:29:36","slug":"hopfen-und-malz-band-3-comicplus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.comicleser.de\/?p=6196","title":{"rendered":"Hopfen und Malz, Band 3 (Comicplus)"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-6197\" src=\"http:\/\/www.comicleser.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Hopfen-und-Malz-3.jpg\" alt=\"\" width=\"290\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.comicleser.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Hopfen-und-Malz-3.jpg 290w, https:\/\/www.comicleser.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Hopfen-und-Malz-3-218x300.jpg 218w\" sizes=\"auto, (max-width: 290px) 100vw, 290px\" \/><\/p>\n<p>1950 &#8211; Nachkriegszeit. Der Brauerei Steenfort geht es wieder gut. Man hat mehrere Niederlassungen gegr\u00fcndet und besitzt auch Ableger im Ausland. Expansion ist angesagt. Adrien Steenfort f\u00fchrt den Konzern mit strenger Hand. Die Arbeit bestimmt sein Leben, das Wohl der Firma steht \u00fcber allem. Auch seine Tochter Julienne, gerade 18 geworden, bekommt dies zu sp\u00fcren: als ihr der junge Michael Fenton, Sohn eines Brauerei-Besitzers im schottischen Aberdeen, vorgestellt wird, lautet die Direktive von Vater Steenfort an seine Tochter unverbl\u00fcmt: heiraten, der Gesch\u00e4ftsbeziehung wegen. Auch andere Probleme plagen Adrien: ein Unbekannter trachtet nach der Firmen\u00fcbernahme und kauft Anteile. Dann ist da noch die \u201elebende Leiche\u201c, die Adrien nicht im Keller, sondern in den Ruinen der abgebrannten Brauerei tagt\u00e4glich besucht\u2026<\/p>\n<p>Wir springen ins Jahr 1973. Nach dem Tod Adriens musste dessen j\u00fcngste Tochter Julienne aus dem Stand den Steenfort-Konzern f\u00fchren. Ihre Ehe mit Michael Fenton, aus der der Sohn Fran\u00e7ois\/Frank hervorgegangen ist, ist gescheitert. Wie auch die Firmen-\u00dcbernahme durch den amerikanischen Texel-Konzern. Julienne lernt den US-Journalisten Jay Simpson kennen und lieben, nicht ahnend, dass dieser nicht der ist, der er vorgibt zu sein. Und dann ist da wieder der Texel-Konzern, der wie ein Geist aus der Vergangenheit erneut versucht, sich Steenfort einzuverleiben\u2026 Inzwischen schreiben wir das Jahr 1997. Frank Fenton, der Sohn von Julienne und Michael, wird in den USA aus dem Gef\u00e4ngnis entlassen. Auf Bew\u00e4hrung. Er soll neun Jahre zuvor seinen Stiefvater Jay Texel, der mit Julienne die Texel\/Steenfort-Gruppe leitete, ermordet haben. Obwohl es keine eindeutigen Beweise gab, wurde Frank verurteilt. Seine Mutter brach den Kontakt zu ihm ab. Wieder in Freiheit versucht er, seine Rechte in der Firma durchzusetzen, scheitert aber kl\u00e4glich. Durch Zufall kommt er auf die Spur des wahren T\u00e4ters, der aus dem Umfeld seiner Familie zu kommen scheint\u2026<\/p>\n<p>Der abschlie\u00dfende dritte Band der <a href=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=4945\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gesamtausgabe von \u201eHopfen und Malz\u201c<\/a> (im Original \u201eLes Ma\u00eetres de l\u2019Orge\u201c \u2013 \u201eDie Meister der Gerste\u201c) f\u00fchrt die Serie und damit die Geschichte der Steenforts in die Neuzeit. Nach dem Krieg pr\u00e4sentiert sich Firmen- und Familien-Patriarch Adrien als verbitterter Tyrann, der die Geister der Vergangenheit (der Tod seines Bruders und die Einkerkerung Garcins) nicht absch\u00fctteln kann. Seine Schwiegers\u00f6hne kanzelt er als Versager ab, auch \u00f6ffentlich. Tochter Julienne entwickelt sich sp\u00e4ter zur moderaten und cleveren Gesch\u00e4ftsfrau, die versucht, mit ihrem neuen Lover Jay das Leben zu genie\u00dfen. Endet die erste Episode (\u201eJulienne, 1950\u201c) tragisch, so beschlie\u00dft der Nachfolger (\u201eJay, 1973\u201c) mit einem beinahe kitschigen Happy-End \u00e0 la Hollywood. Die finale Geschichte um den entlassenen Frank\/Fran\u00e7ois entwickelt sich dann zu einem waschechten Krimi\/Thriller, der ebenfalls vers\u00f6hnlich endet (\u201eFrank, 1997\u201c). Wie auch in den Vorb\u00e4nden sind die Kurzgeschichten aus dem Einzel-Album \u201eDie Steeforts\u201c, das Mitte 2000 bei Comicplus erschien, chronologisch in die Gesamtausgabe integriert und behandeln erg\u00e4nzend markante Ereignisse, die in den Alben nicht vorkommen oder nur zur Sprache kommen.<\/p>\n<p>Das Bonusmaterial ist wie gehabt nur sp\u00e4rlich und beschr\u00e4nkt sich auf die neuen Cover von Francis Valles, die 2014 entstanden sind. Dazu gibt\u2019s ein paar Skizzen Valles&#8216; und Fotos von den Besuchen der Macher auf dem <a href=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?tag=erlangen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Comicsalon in Erlangen<\/a> 1994 bzw. 2000. Starautor <a href=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=3291\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Jean van Hamme<\/a> (u.a. <a href=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=6091\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Thorgal<\/a>, Largo Winch) setzt die Familienchronik der Steenforts, bzw. deren Brauereigeschichte intelligent und \u00e4u\u00dferst kurzweilig in Szene, wobei er nie in Soap-Gefilde abdriftet und das Niveau konstant hoch h\u00e4lt. Dabei l\u00e4sst die Gesamt-Story nie aus den Augen und flechtet immer wieder Episoden Zeiten- (und Alben-) \u00fcbergreifend ein, was die Steenfort-Chronik noch weiter ineinander verwebt. So gibt Adrien dem kriegsversehrtem Hauptmann Stroem eine neue Chance, die Texels tauchen von ganz weit aus der Vergangenheit wieder auf, um Rache zu nehmen und am Ende beginnt Frank vor ganz vorne, indem er mit \u201eBlack Beer\u201c eine neue Brauerei aufbaut (auch das vision\u00e4r von van Hamme \u2013 heute w\u00fcrde man Craft-Beer dazu sagen) und f\u00fcr das Bier \u2013 back to the roots \u2013 ein hundert Jahre altes Rezept nimmt, das von seinen Vorfahren stammt. Inszeniert ist das Familien-Epos von <a href=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=4945\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Francis Valles<\/a> in einem realistisch bed\u00e4chtigen, besten franko-belgischen Stil. Fazit: auch nach dem x-ten lesen noch immer fesselnd und faszinierend, wie intelligent. Klassisch! (bw)<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.comicplus.de\/GAhopfen.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hopfen und Malz Gesamtausgabe, Band 3<\/a><br \/>\nText: Jean van Hamme<br \/>\nBilder: Francis Valles<br \/>\n168 Seiten in Farbe, Hardcover<br \/>\nVerlag Sackmann und H\u00f6rndl<br \/>\n39 Euro<\/p>\n<p>ISBN: 978-3-89474-295-9<\/p>\n<div class=\"wp_twitter_button\" style=\"float: right; margin-left: 10px;\">\n\t\t\t\t<a href=\"http:\/\/twitter.com\/share?counturl=https%3A%2F%2Fwww.comicleser.de%2F%3Fp%3D6196\" class=\"twitter-share-button\" data-url=\"https:\/\/www.comicleser.de\/?p=6196\" data-count=\"none\" data-via=\"comicleser\" data-lang=\"de\" data-text=\"Hopfen und Malz, Band 3 (Comicplus) &raquo; Comicleser #Comicplus #Francis Vall\u00e8s #Gesamtausgabe  [...]\">Tweet<\/a>\n\t\t\t<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1950 &#8211; Nachkriegszeit. Der Brauerei Steenfort geht es wieder gut. 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