{"id":6184,"date":"2017-11-30T13:07:56","date_gmt":"2017-11-30T11:07:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=6184"},"modified":"2017-11-30T13:07:56","modified_gmt":"2017-11-30T11:07:56","slug":"asterix-band-37-egmont","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.comicleser.de\/?p=6184","title":{"rendered":"Asterix, Band 37 (Egmont)"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-6186\" src=\"http:\/\/www.comicleser.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Asterix-37_1.jpg\" alt=\"\" width=\"290\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.comicleser.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Asterix-37_1.jpg 290w, https:\/\/www.comicleser.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Asterix-37_1-218x300.jpg 218w\" sizes=\"auto, (max-width: 290px) 100vw, 290px\" \/><\/p>\n<p>Skandal\u00f6se Zust\u00e4nde, man m\u00f6chte fast meinen wie im alten Rom, herrschen auf den Stra\u00dfen in C\u00e4sars Reich. Denn statt sich um einen ordnungsgem\u00e4\u00dfen Zustand der Verkehrswege zu k\u00fcmmern, sackt der zust\u00e4ndige Senator Lactus Bifidus die entsprechenden Steuern und Abgaben lieber selbst ein. Als das Thema im Senat hei\u00df diskutiert wird, hat er eine z\u00fcndende Idee: man solle doch einfach ein Wagenrennen quer durch Italien ausrichten, mit internationalem Teilnehmerfeld, das erstens beweisen soll, dass die Stra\u00dfen in erstklassiger Verfassung sind und zweitens durch den nat\u00fcrlich von vorneherein feststehenden Sieg des eigenen Fahrers noch den Ruhm Roms mehren wird. C\u00e4sar gef\u00e4llt die Idee, und so ruft man im gesamten Reich die <a href=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=3092\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wagenlenker<\/a> zum Wettstreit beim gro\u00dfen Transcaliga-Rennen auf.<\/p>\n<p>Nachdem auf dem Markt f\u00fcr Celtisches Brauchtum und innovative Technik, kurz genannt Cebit, eine Wahrsagerin dem guten Obelix eine gl\u00e4nzende Karriere als Aurige (auf gut Latein Wagenlenker) prophezeit, machen sich auch unsere Lieblingsgallier auf nach Modicia, wo der wilde Tross losrast. Champion und Publikumsliebling Caligarius liegt mit goldener Maske und Copilot Bleifus dabei von Anfang an in Front, w\u00e4hrend seine Konkurrenten immer wieder von mysteri\u00f6sen Zwischenf\u00e4llen wie falschen Routenschildern, Stra\u00dfensperren und schlichter Sabotage geplagt werden. Dennoch bleiben ihm <a href=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=5677\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Obelix, sein Mitstreiter Asterix<\/a> und Maskottchen Idefix dicht auf den Fersen bzw. Holzr\u00e4dern, \u00fcber Parma, Florenz und Rom immer weiter nach S\u00fcden zur Ziellinie nahe des Vesuvs, w\u00e4hrend immer deutlicher wird, dass es bei diesem Rennen keineswegs mit rechten Dingen zugehen kann\u2026<\/p>\n<p>In ihrem dritten Beitrag zum Asterix-Universum brennen Jean-Yves Ferri und <a href=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=3338\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Didier Conrad<\/a>, die mit dem Segen des Meisters Uderzo die Reihe ab Band 35 \u00fcbernahmen, erneut ein gelungenes und flottes Gag-Feuerwerk ab, das fr\u00fchere Peinlichkeiten wie \u201eGallien in Gefahr\u201c vergessen macht und unsere Gallier in eine w\u00fcrdige Zukunft f\u00fchrt. Die Handlung l\u00e4uft dabei so geradlinig ab wie das Thema vermuten l\u00e4sst, das wie bei jeder ordentlichen Kom\u00f6die einen MacGuffin im Sinne Hitchcocks liefert: also nur einen Vorwand, um die eigentliche Komik in Gang zu bringen. Die besteht hier in bester Asterix-Tradition im Spiel mit Landesklischees und anachronistischen Parallelen zur Gegenwart: da stehen ewige Reihen von Pferdegespannen in Rom im Berufsverkehr, der Verkehrsminister bringt au\u00dfer Geld zu verschleudern nicht viel auf die Kette, und das Sportgro\u00dfereignis ger\u00e4t zu einem nat\u00fcrlich durch kommerzielle Interessen manipulierten PR-Event, bei dem sich eine popul\u00e4re W\u00fcrzso\u00dfe namens Garum Lupus permanent als Sponsor inszeniert \u2013 Red Bull und Konsorten lassen gr\u00fc\u00dfen.<\/p>\n<p>Als Obelix die Bestechung des Fahrerfeldes mitbekommt, h\u00e4lt er es nicht einmal f\u00fcr n\u00f6tig, Asterix davon zu erz\u00e4hlen: das sei bei Sport doch so \u00fcblich, meint er \u2013 zu Recht: immerhin darf man diese unsch\u00f6nen Z\u00fcge mittlerweile bei den Olympischen Spielen ebenso erleben wie bei der Vergabe der Fu\u00dfballweltmeisterschaft mitten in die W\u00fcste. <a href=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=4759\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Asterix und Obelix<\/a> begegnen dabei vielen Volksst\u00e4mmen, mit denen sie auf ihren Reisen schon Bekanntschaft machten, von den Normannen, die sich \u00fcber das sch\u00f6ne milde Klima und die guten Sitten beklagen, \u00fcber die Belgier und Briten (\u201eIst es nicht? Ja, es ist!\u201c) bis hin zu den Goten, die sich bekanntlich auf die Herstellung von schnellen Gef\u00e4hrten verstehen \u2013 vor allem im S\u00fcden des Landes, wohlgemerkt. Ganz nebenbei erfindet man (wieder ein Kennzeichen des feinen Asterix-Humors) allerlei Br\u00e4uche (auf Sienas Marktplatz rasen die Wettstreiter auf der Suche nach der Herberge erst einmal eine Weile im Kreis) und auch Gerichte \u2013 so etwa stellt Obelix fest, an den in Napoli gereichten trockenen Teigscheiben fehle doch etwas So\u00dfe, und Gutemine \u00fcberlegt, ob da nicht etwas Belag helfen w\u00fcrde: fertig ist die Pizza.<\/p>\n<p>Garniert mit jeder Menge treffend-spa\u00dfiger Namen (Frau Senatorin Mozarella ruft wiederholt zur Orgie, die beiden Prinzessinnen aus dem afrikanischen Kusch nennt man Etepetete und Rakete, Obelix erwirbt seinen Wagen bei Erlk\u00f6nix, ein Brite firmiert als Madmax \u2013 der Reigen ist schier endlos) und leichten Ankl\u00e4ngen an die Mutter aller Wagenrennen Ben Hur, eilen wir so vergn\u00fcglich \u00fcber die holprige Strecke, die Didier Conrad im von Uderzo gewohnten Strich stilecht inszeniert. Die Serie scheint somit nach dem ebenso hervorragenden <a href=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=3325\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201ePapyrus des C\u00e4sar\u201c<\/a> gefestigt auf der Erfolgsspur, wo sie auch hingeh\u00f6rt, beim Teutates. (hb)<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.egmont-shop.de\/asterix-nr-37-asterix-in-italien-gebundene-ausgabe.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Asterix, Band 37: Asterix in Italien<\/a><br \/>\nText: Jean-Yves Ferri<br \/>\nBilder: Didier Conrad<br \/>\n46 Seiten in Farbe, Hardcover<br \/>\nEgmont Comic Collection<br \/>\n12 Euro (Hardcover)<br \/>\n6,90 Euro (Softcover)<\/p>\n<p>ISBN: 978-3-7704-4037-5<\/p>\n<div class=\"wp_twitter_button\" style=\"float: right; margin-left: 10px;\">\n\t\t\t\t<a href=\"http:\/\/twitter.com\/share?counturl=https%3A%2F%2Fwww.comicleser.de%2F%3Fp%3D6184\" class=\"twitter-share-button\" data-url=\"https:\/\/www.comicleser.de\/?p=6184\" data-count=\"none\" data-via=\"comicleser\" data-lang=\"de\" data-text=\"Asterix, Band 37 (Egmont) &raquo; Comicleser #Albert Uderzo #Asterix #Asterix in Italien #Didier C [...]\">Tweet<\/a>\n\t\t\t<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Skandal\u00f6se Zust\u00e4nde, man m\u00f6chte fast meinen wie im alten Rom, herrschen auf den Stra\u00dfen in C\u00e4sars Reich. 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