{"id":4514,"date":"2016-09-09T10:41:59","date_gmt":"2016-09-09T08:41:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=4514"},"modified":"2016-09-09T10:44:11","modified_gmt":"2016-09-09T08:44:11","slug":"der-rote-korsar-band-7-egmont","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.comicleser.de\/?p=4514","title":{"rendered":"Der Rote Korsar, Band 7 (Egmont)"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-4515\" src=\"http:\/\/www.comicleser.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Rote-Korsar-7.jpg\" alt=\"Der Rote Korsar, Band 7 (Egmont)\" width=\"290\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.comicleser.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Rote-Korsar-7.jpg 290w, https:\/\/www.comicleser.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Rote-Korsar-7-218x300.jpg 218w\" sizes=\"auto, (max-width: 290px) 100vw, 290px\" \/>Afrika, im Golf von Guinea. Hier kreuzt der \u201eSchwarze Falke\u201c, das Schiff des <a href=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=1904\" target=\"_blank\">Roten Korsaren<\/a>, auf der Suche nach fetter Beute, sprich: englischen Schiffen. Bei einem Landgang, in dessen Zuge Proviant aufgenommen werden soll, wird eine Gruppe unter F\u00fchrung Ricks, des Sohns des Korsaren, von Eingeborenen aus dem Stamm der Bangas gefangen genommen, die ganz schlecht auf Wei\u00dfe zu sprechen sind. F\u00fcr die droht der Kochtopf, denn vor drei Jahren wurden zahlreiche Bangas, darunter auch Mongo, der Sohn des H\u00e4uptlings Mokoteke, von Sklavenh\u00e4ndlern verschleppt und irgendwo in der Karibik verkauft. Mit Hilfe Babas gehen Rick und sein Vater einen gef\u00e4hrlichen Handel mit Mokoteke ein: Bis auf Rick bleibt der Rest der Gruppe in Afrika als Geiseln der Bangas, solange der Rote Korsar die Banga-Sklaven, die vermutlich auf Jamaika sind, aufsp\u00fcren und nach Hause zur\u00fcckbringen muss. Daf\u00fcr bleiben ihm nur sechs Monate Zeit.<\/p>\n<p>Doch zuerst plagen den Korsaren ganz andere Probleme. Es fehlt an Gold, um die Banga-Sklaven freizukaufen. Und Gold muss schnell her, denn die Zeit ist knapp. So reift ein gewagter, wie tollk\u00fchner Plan: die spanische Goldflotte ankert auf dem Weg in die Heimat auf den Kanaren. Dorthin \u2013 in mitten des Feindes \u2013 schleicht sich der \u201eSchwarze Falke\u201c, getarnt als deutsches Handelsschiff. Mit diversen cleveren wie dreisten T\u00e4uschungen und Listen gelingt es, das Schiff der Flotte zu identifizieren, das mit Gold beladen ist. Schlie\u00dflich kann das Schiff isoliert und geentert werden, da der Rest der Goldflotte vorher sabotiert wurde und nicht in den Kampf eingreifen kann. Jetzt auf nach Jamaika. Reichlich mit Gold beladen ankert der \u201eSchwarze Falke\u201c heimlich, w\u00e4hrend der Rote Pirat und Rick einen ehemaligen Spion aufsuchen, dessen Taverne der Ausgangpunkt f\u00fcr die Sklavensuche werden soll. Doch die erweist sich als unn\u00f6tig. Denn Mongo, den Sohn Mokotekes, kennt hier auf der Insel inzwischen jeder. Mongo zettelte eine Sklaven-Revolte an. Zahlreiche weisse Grundbesitzer und Sklavenhalter wurden niedergemetzelt, w\u00e4hrend sich deren Sklaven Mongo anschlossen. Jetzt f\u00fchrt der einen Guerillakrieg gegen die Engl\u00e4nder und \u2013 \u00dcberraschung \u2013 will gar nicht mehr zur\u00fcck in seine afrikanische Heimat\u2026<\/p>\n<p>Nach dem Ausstieg Victor Hubinons (<a href=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=717\" target=\"_blank\">\u201eBuck Danny\u201c<\/a>) und der \u00dcbernahme der Serie durch den Veteran Jij\u00e9 (<a href=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=2407\" target=\"_blank\">\u201eSpirou\u201c<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=74\" target=\"_blank\">\u201eTanguy und Laverdure\u201c<\/a>) und Lorg (d.i. Jij\u00e9s Sohn) erfuhr der franko-belgische Comic-Klassiker hier \u2013 wir schreiben das Jahr 1983 \u2013 eine weitere Z\u00e4sur: mit Patrice Pellerin \u00fcbernahm ein bisher g\u00e4nzlich unbekannter Zeichner die prestigetr\u00e4chtige Reihe, die nach wie vor von Jean-Michel Charlier (\u201eLeutnant Blueberry\u201c) geschrieben wurde. Was zu einem Kuriosum f\u00fchrte: da Christian Gaty zeitgleich ein Album, das der inzwischen verstorbene Jij\u00e9 begann, fertig zeichnete, arbeiteten gleich zwei Zeichner mit verschiedenen Alben an einer Serie. Jij\u00e9s und Gatys Alben werden in einem sp\u00e4teren Band dieser Gesamtausgabe ver\u00f6ffentlicht. Hier, mit Band 7 widmen wir uns zuerst und komplett dem Korsaren aus der Feder von Patrice Pellerin, denn nach den beiden hier enthaltenen Abenteuern (\u201eDie goldene Flotte\u201c, \u201eRevolte auf Jamaika\u201c) war f\u00fcr ihn bereits Schluss. Noch ein Kuriosum: eine geplante dritte Geschichte und deren erste Comicseiten f\u00fchrte direkt zu Pellerins eigener Seefahrer-Reihe \u201eDer Schrei des Falken\u201c, die auf Deutsch bei Comicplus verlegt wird.<\/p>\n<div id=\"attachment_4517\" style=\"width: 510px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4517\" class=\"size-full wp-image-4517\" src=\"http:\/\/www.comicleser.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Rote-Korsar-7-Panel-Xxx.jpg\" alt=\"Und t\u00e4glich gr\u00fc\u00dft das Murmeltier...\" width=\"500\" height=\"195\" srcset=\"https:\/\/www.comicleser.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Rote-Korsar-7-Panel-Xxx.jpg 500w, https:\/\/www.comicleser.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Rote-Korsar-7-Panel-Xxx-300x117.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><p id=\"caption-attachment-4517\" class=\"wp-caption-text\">Und t\u00e4glich gr\u00fc\u00dft das Murmeltier&#8230;<\/p><\/div>\n<p>Das Sekund\u00e4rmaterial dieses Bandes ist dann auch \u00e4u\u00dferst ausf\u00fchrlich, da einiges zu erkl\u00e4ren ist. Pellerins Werdegang wird geschildert (inkl. Interview), wie auch die aktuelle Situation der Serie, die der alternde Charlier (er starb 1989) noch fest im Griff hat. F\u00fcr ein Debutwerk wirkt Pellerins Strich \u00fcberaus reif, ist im ersten Album angesiedelt irgendwo zwischen den Zeichenstilen von Franz, Jij\u00e9 und Giraud (als er das Epos um das S\u00fcdstaatengold zeichnete). Realistisch, opulent, detailreich. Aber bereits im zweiten Album kristallisiert sich ein eigener Stil, v.a. sichtbar an der Erscheinung Ricks, heraus, der in einer Kombination aus reduzierter Eleganz und nuancierteren Farbgebung mehr und mehr an die Werke Andr\u00e9 Juillards erinnert. Charlier verliert auch qualitativ \u2013 trotz \u201edualem System\u201c \u2013 nicht den \u00dcberblick \u00fcber seinen Korsaren. In typischer Manier vereint er zwei im Grunde v\u00f6llig unterschiedliche Geschichten unter einem Dach, indem er das Leitmotiv der in Afrika zu rettenden Kameraden voranstellt und die Alben so inhaltlich verbindet. \u00c4hnlich ging er auch bei Buck Danny oder Blueberry vor. Auch bringt er die dunkle Seite des <a href=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=2421\" target=\"_blank\">Roten Korsaren<\/a> zum Vorschein, etwa als dieser impulsiv wie r\u00fccksichtslos denkend wieder zum Piraten wird oder als er Gefangene \u00fcber Bord wirft, um sein Schiff zu erleichtern und so die feindlichen Engl\u00e4nder aufzuhalten. Gegenpol ist sein besonnener Sohn Rick, der in der ersten Episode in Ketten gelegt wird, damit er nicht in Versuchung kommt, den skrupellosen Plan seines Vaters zu vereiteln oder zu durchkreuzen.<\/p>\n<p>Neben dem bereits erw\u00e4hnten umfangreichen Sekund\u00e4rpart enth\u00e4lt der Band als Bonus eine zweiseitige, schl\u00fcpfrige Serien-Parodie Pellerins, die in den ber\u00fchmten Running Gag m\u00fcndet, der <a href=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=3325\" target=\"_blank\">aus Asterix bekannt ist<\/a>: die Piraten treffen auf uns wohl bekannte Gallier und ziehen dabei massiv den K\u00fcrzeren. Inklusive Lateinischer Weisheit von Dreifuss. Au\u00dferdem dabei: die ersten Seiten des aufgrund des Todes von Charlier nicht realisierten dritten Korsaren-Abenteuers, die gleichzeitig (nur mit geringf\u00fcgigen \u00c4nderungen) die ersten Seiten von Pellerins eigener Serie, \u201eDer Schrei des Falken\u201c, wurden. So besticht der Band nicht nur durch eine klassische Abenteuer-Geschichte f\u00fcr alle Altersgruppen, sondern ist auch als w\u00fcrdige Dokumentation der j\u00fcngeren franko-belgischen Comicgeschichte zu sehen, in der sich ein Generationswechsel ank\u00fcndigt, bzw. dieser bereits stattfindet. Mehr kann man von einer Gesamtausgabe nicht verlangen. (bw)<\/p>\n<p>Der Rote Korsar Gesamtausgabe, Band 7: Schachmatt den Sklavenh\u00e4ndlern<br \/>\nText: Jean-Michel Charlier<br \/>\nBilder: Patrice Pellerin<br \/>\n160 Seiten in Farbe, Hardcover<br \/>\nEgmont Comic Collection<br \/>\n29,99 Euro<\/p>\n<p>ISBN: 978-3-7704-3917-1<\/p>\n<div class=\"wp_twitter_button\" style=\"float: right; margin-left: 10px;\">\n\t\t\t\t<a href=\"http:\/\/twitter.com\/share?counturl=https%3A%2F%2Fwww.comicleser.de%2F%3Fp%3D4514\" class=\"twitter-share-button\" data-url=\"https:\/\/www.comicleser.de\/?p=4514\" data-count=\"none\" data-via=\"comicleser\" data-lang=\"de\" data-text=\"Der Rote Korsar, Band 7 (Egmont) &raquo; Comicleser #:Patrice Pellerin #Der Rote Korsar #Egmont #E [...]\">Tweet<\/a>\n\t\t\t<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Afrika, im Golf von Guinea. Hier kreuzt der \u201eSchwarze Falke\u201c, das Schiff des Roten Korsaren, auf der Suche nach fetter Beute, sprich: englischen Schiffen. 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