{"id":2736,"date":"2015-06-10T20:29:38","date_gmt":"2015-06-10T18:29:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=2736"},"modified":"2015-06-12T20:24:27","modified_gmt":"2015-06-12T18:24:27","slug":"black-widow-band-1-panini","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.comicleser.de\/?p=2736","title":{"rendered":"Black Widow, Band 1 (Panini)"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-2737\" src=\"http:\/\/www.comicleser.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Black-Widow-1.jpg\" alt=\"Black Widow, Band 1 (Panini)\" width=\"263\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.comicleser.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Black-Widow-1.jpg 263w, https:\/\/www.comicleser.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Black-Widow-1-197x300.jpg 197w\" sizes=\"auto, (max-width: 263px) 100vw, 263px\" \/><\/p>\n<p>Warum k\u00e4mpfen Superhelden f\u00fcr das Gute? Was treibt sie an, Menschen zu retten, Schurken zu fassen? Traumata in Kindheit oder Jugend? Sicher. Ehre, Ruhm? Auch das. Schlechtes Gewissen? Klar. Und Geld. Geld, um das Auskommen zu sichern. So einfach ist das. Superheld \u2013 ein Job wie jeder andere: der Kohle wegen. Umso mehr, wenn R\u00e4cher sein gar nicht bezahlt wird, und SHIELD-Jobs nur schlecht. Was also tun, wenn man Natasha Romanoff hei\u00dft und als Black Widow bekannt ist? Klar, man arbeitet im angestammten Spionage- und S\u00f6ldner-Gesch\u00e4ft.<\/p>\n<p>Zumal Natasha auch das Geld ben\u00f6tigt, um sich von den S\u00fcnden ihrer Vergangenheit als KGB-Agentin reinzuwaschen. Oder zumindest, um die Familien ihrer Opfer finanziell zu entsch\u00e4digen. Dabei hilft ihr Isaiah Ross, ein findiger, wie gewitzter Anwalt. Der verwaltet ihre Kohle und schickt sie gegen Bares weltweit auf heikle Missionen, die immer wieder \u00dcberraschungen bieten. Oft unliebsame f\u00fcr Black Widow und immer wieder willkommene f\u00fcr den Leser. So entpuppt sich ein H\u00e4ftling, den sie in Argentinien aus dem Gef\u00e4ngnis befreit, als altbekannter M\u00f6rder der Junta. Ein potentieller Killer wird zu einem Sch\u00fctzling und nicht wenige Situationen gehen gerade noch so glimpflich aus, ihrem Geschick und ihrer weisen Voraussicht sei Dank. Und jetzt tritt doch noch SHIELD auf den Plan \u2013 genau, die, die schlecht bezahlen. Direktorin Maria Hill beauftragt sie mit einem vermeintlich langweiligen Job. Doch dann wird die ukrainische Botschaft vor ihren Augen gesprengt und sie trifft auf einen irren Ex-M\u00f6nch, scheinbar schmerzfrei und unbezwingbar. Hinter diesem steckt ein alter, fast vergessener Gegner und wiederum dahinter eine neue, beinahe allm\u00e4chtige, bisher unbekannte Organisation. Stichwort: \u201eChaos f\u00e4llt wie Regen\u201c. Fortsetzung folgt.<\/p>\n<p>Eben dieser mysteri\u00f6se neue Gegner ist der rote Faden, der sich durch die einzelnen Geschichten zieht, von denen einige auch einzeln f\u00fcr sich stehen. Die Schwarze Witwe ist geplagt von den Geistern ihrer Vergangenheit. Sie s\u00fchnt, ist mitunter desillusioniert und lakonisch, gibt ihr Geld weiter an ihre fr\u00fcheren Opfer. Das m\u00fcssen zahlreiche sein, denn sie ist st\u00e4ndig klamm, so als \u201anur\u2018 B-R\u00e4cher. Deshalb nimmt sie alles an, was sie kriegen kann. So entgeht bei ihren Missionen auch einiges ihrer Aufmerksamkeit, sie macht Fehler, ist unachtsam, tappt in Fallen, wird mitunter selbst zum Spielball. In den kurzen Stunden zuhause bandelt sie mit einer herrenlosen Katze an und droht dem gewaltt\u00e4tigen Ehemann der Nachbarin. Ganz ohne Superhelden-Pathos und schlaue Spr\u00fcche. Sch\u00f6n, dass sich Helden noch mit derlei Gew\u00f6hnlichem besch\u00e4ftigen, so ganz abseits von Universen ersch\u00fctternden Mega-Events, die allj\u00e4hrlich \u00fcber Superhelden-Leser hinweg donnern, ob gewollt oder nicht.<\/p>\n<p>In Szene gesetzt ist die Story meist mit zarten Bildern und weichen Farben \u2013 die Kunst Phil Notos kommt klar zum Tragen, man merkt dass der Mann was auf dem Kasten hat, nicht nur als verdienter Cover-Zeichner. Im Kontrast sind die Nachtszenen kr\u00e4ftig getuscht, hier herrscht schwarz vor. Edmondson und Noto stellen die \u2013 wie sie selbst sagt \u2013 Teilzeit-R\u00e4cherin nicht als gut gebaute Sexbombe im engen Latexanzug dar. Sie ist h\u00fcbsch (gezeichnet) keine Frage, tr\u00e4gt aber auch gerne mal Normalo-Kleidung und sieht eher aus wie die freundliche Heldin von nebenan. Wobei die Action nie zu kurz kommt, die die abwechslungsreiche Story gekonnt abrundet. Neben den Neustarts von Hawkeye (<a href=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=1805\" target=\"_blank\">den ersten Megaband <\/a>kann man gar nicht genug loben), der hier einen witzigen Kurzauftritt hat, <a href=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=2687\" target=\"_blank\">Moon Knight <\/a>und Elektra (dazu demn\u00e4chst mehr) ist Black Widow eine weitere Serie mit einem\/einer Helden\/Heldin aus der zweiten Reihe, die durch einen bestimmten, unkonventionellen Zeichenstil gepr\u00e4gt und als Projekt angelegt ist. Marvel beweist damit erneut Mut und Stil und landet verdienterma\u00dfen wieder einen Volltreffer. Als Dreingabe gibt es einige der US-Variant-Cover, wobei jenes von Altmeister Milo Manara klar heraussticht. (bw)<\/p>\n<p>Black Widow, Band 1: Schuld und S\u00fchne<br \/>\nText: Nathan Edmondson<br \/>\nBilder: Phil Noto<br \/>\n148 Seiten in Farbe, Softcover<br \/>\nPanini Comics<br \/>\n16,99 Euro<\/p>\n<p>ISBN: 978-3-95798-160-8<\/p>\n<div class=\"wp_twitter_button\" style=\"float: right; margin-left: 10px;\">\n\t\t\t\t<a href=\"http:\/\/twitter.com\/share?counturl=https%3A%2F%2Fwww.comicleser.de%2F%3Fp%3D2736\" class=\"twitter-share-button\" data-url=\"https:\/\/www.comicleser.de\/?p=2736\" data-count=\"none\" data-via=\"comicleser\" data-lang=\"de\" data-text=\"Black Widow, Band 1 (Panini) &raquo; Comicleser #Avengers #Black Widow #Hawkeye #Marvel #Milo Mana [...]\">Tweet<\/a>\n\t\t\t<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Warum k\u00e4mpfen Superhelden f\u00fcr das Gute? Was treibt sie an, Menschen zu retten, Schurken zu fassen? Traumata in Kindheit oder Jugend? Sicher. Ehre, Ruhm? Auch das. Schlechtes Gewissen? Klar. Und Geld. Geld, um das Auskommen zu sichern. 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