{"id":11212,"date":"2023-03-15T13:04:08","date_gmt":"2023-03-15T11:04:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=11212"},"modified":"2023-03-15T13:20:35","modified_gmt":"2023-03-15T11:20:35","slug":"isnogud-die-tabary-jahre-carlsen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.comicleser.de\/?p=11212","title":{"rendered":"Isnogud: Die Tabary-Jahre (Carlsen)"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"292\" height=\"400\" src=\"http:\/\/www.comicleser.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Isnogud-Tabary-Jahre_WEB.jpg\" alt=\"Isnogud: Die Tabary-Jahre - 1878-1989 (Carlsen Verlag)\" class=\"wp-image-11213\" srcset=\"https:\/\/www.comicleser.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Isnogud-Tabary-Jahre_WEB.jpg 292w, https:\/\/www.comicleser.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Isnogud-Tabary-Jahre_WEB-219x300.jpg 219w\" sizes=\"auto, (max-width: 292px) 100vw, 292px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Blicken wir doch zuerst auf den nicht gerade unkomplizierten Verlauf der deutschen Isnogud-Ver\u00f6ffentlichungen der letzten Jahre. Letzte Jahre, das hei\u00dft ab dem Start der Gesamtausgabe 2008 in der Egmont Comic Collection. Dort erschienen bis 2010 in flottem Abstand neun B\u00e4nde, die einerseits die klassischen Geschichten von <a href=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=8563\" data-type=\"post\" data-id=\"8563\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Ren\u00e9 Goscinny<\/a> und Jean Tabary enthielten, wie auch die Album langen Episoden, die Tabary nach dem fr\u00fchen und pl\u00f6tzlichen Tod Goscinnys sowohl zeichnete als auch schrieb. 2016 lancierte dani books eine Edition mit den neuesten Alben, die Tabarys Sohn Nicolas zeichnete (Vater Jean Tabary starb 2011). Hier erschienen bisher zwei Ausgaben \u2013 <a href=\"https:\/\/www.comicleser.de\/?p=3376\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.comicleser.de\/?p=3376\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u201eIsnogud Pr\u00e4sident\u201c<\/a> und \u201eWie der Vater so der Sohn\u201c (Jano Rohleder von dani books schaffte es 2017 sogar, <a href=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=5451\" data-type=\"post\" data-id=\"5451\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Nicolas Tabary zum Comicfestival nach M\u00fcnchen<\/a> zu locken). Diese beiden Alben sind auch im zehnten und letzten Band der Gesamtausgabe enthalten, den Egmont 2017 nachschob. Au\u00dferdem beinhaltet <a href=\"https:\/\/www.comicleser.de\/?p=6459\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.comicleser.de\/?p=6459\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Band 10 das letzte noch von Jean Tabary<\/a> beaufsichtigte Abenteuer \u201eTausendundeine Nacht f\u00fcr den Kalifen\u201c (2008), das im Zack Magazin vorab gedruckt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Soweit, so verworren. Aber es geht noch weiter. Inzwischen ging die Lizenz um den sch\u00e4ndlichen Gro\u00dfwesir an den Carlsen Verlag \u00fcber. Hier startete man die \u201eIsnogud Collection\u201c mit dem m\u00e4chtigen Schuber \u201eDie Goscinny-Jahre\u201c, der vier Hardcover-Sammelb\u00e4nde umfasst und der f\u00fcr schlappe \u20ac 159,&#8211; zum 50-j\u00e4hrigen Jubil\u00e4um der Reihe 2020 erschien. Aktuell legt Carlsen mit \u201eDie Tabary Jahre 1978-1989\u201c nach. In dem dicken Band sind wieder jene Geschichten gesammelt, die Jean Tabary nach Goscinnys Tod im Alleingang schuf und die auch in den Egmont Gesamtausgabe-B\u00e4nden 5 bis 8 enthalten sind. Und f\u00fcr den August ist im Rahmen der \u201eIsnogud Collection\u201c angek\u00fcndigt: \u201eIsnogud &#8211; 33 Geschichten von Goscinny und Tabary\u201c. Diese d\u00fcrften dann sowohl im Carlsen Schuber als auch in der Egmont Gesamtausgabe zu finden sein. Sp\u00e4testens hier ist die Frage erlaubt wie berechtigt, ob man die neuen Carlsen Ver\u00f6ffentlichungen braucht, wenn man die (freilich inzwischen vergriffene) Gesamtausgabe von Egmont sein eigen nennt&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Aber jetzt zum Band \u201eDie Tabary Jahre\u201c. Die gravierendste \u00c4nderung, die Jean Tabary als Zeichner UND Autor am Wesen seiner Figur und der Storys vornahm war, dass er statt kurze Episoden (wie <a href=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=4429\" data-type=\"post\" data-id=\"4429\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Ren\u00e9 Goscinny<\/a> es bevorzugte) nun Album lange Geschichten schrieb. Dennoch beginnt der Band mit der kurzen, aber nicht mehr von Goscinny erdachten Episode \u201eDas Paradekissen\u201c, bis dann der Abdruck der Alben startet. Die Inhalte sind im Prinzip schnell erz\u00e4hlt, handelt es sich doch wie immer stets um Variationen desselben ewigen Grundmotivs der Reihe: Der sch\u00e4ndlicher Gro\u00dfwesir will Kalif werden will anstelle des Kalifen. \u201eIsnoguds Kindheit\u201c startet mit skurrilen Begegnungen. Denn durch Zauberei treffen Isnogud, der Kalif und Handlanger Tunichgud auf ihr jugendliches Ich, wobei auch der Ursprung von Isnoguds Obsession (ihr wisst schon&#8230;) erkl\u00e4rt wird. Turbulent, aber stimmig und witzig erz\u00e4hlt, inklusive originellem Verweis auf eine andere ber\u00fchmte Goscinny Serie, die <a href=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=7233\" data-type=\"post\" data-id=\"7233\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">im fernen Gallien<\/a> spielt&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIsnogud und die Frauen\u201c ist da holpriger und besch\u00e4ftigt sich mit dem Harem des Kalifen, au\u00dferdem spielen ein seltsames, sprechendes Brett und ein Zauberkorsett eine Rolle. Wie so oft lockern anachronistische Begegnungen (<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=10174\" data-type=\"post\" data-id=\"10174\" target=\"_blank\">Marlene<\/a>-Miederwaren, <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=9488\" data-type=\"post\" data-id=\"9488\" target=\"_blank\">Uncle Sam<\/a>) die Handlung auf, die hier insgesamt zu klamaukhaft und \u00fcberdreht erscheint. In \u201eIsnoguds Komplize\u201c nahm Tabary f\u00fcr den deutschen Markt eine \u00c4nderung vor. Denn beim H\u00f6llenf\u00fcrst, der sich \u00e4rgert, dass Isnogud noch immer nicht Kalif ist, wohnt u.a. ein spezieller \u201eGast\u201c, der in der hiesigen Fassung ausgetauscht wurde. Hier kommen jetzt beide Versionen zum Abdruck. Ein ganz besonderes Geschenk spielt eine Rolle in \u201eIsnoguds Geburtstag\u201c: Eine Zauberschachtel, geschickt vom Magierverband Bagdads. Damit Isnogud sein Ziel endlich erreicht, ist beim Auspacken allerdings unendliche Geduld gefragt. Ein v\u00f6llig untypischer Wutausbruch steht am Anfang des abschlie\u00dfenden \u201eIsnogud endlich Kalif?!\u201c, denn Isnogud beschlie\u00dft, nicht l\u00e4nger Kalif werden zu wollen. Zur Verwirrung des Kalifen selbst, wollte der doch Isnogud als Nachfolger installieren. Jetzt m\u00fcssen daf\u00fcr die drei versto\u00dfenen Br\u00fcder des Kalifen aufgetrieben werden&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Der ausf\u00fchrliche Sekund\u00e4rpart, der dem Comicteil voransteht, besch\u00e4ftigt sich mit Isnogud im bewegten Bild, beginnend mit einer noch zu Lebzeiten Goscinnys geplanten Verfilmung 1973 im massiven Hollywood-Format (mit Louis de Funes als Isnogud \u2013 wie passend!), aus der freilich nie etwas wurde, mit der viel sp\u00e4ter, 1995 realisierten 52-teiligen Zeichentrick-Serie, bis zum knallbunten Kinofilm von 2005, der jedoch eher bescheidene Kritiken einheimste. Wer die Ehapa-Gesamtausgabe sein eigen nennt, der mag auf diesen Band verzichten k\u00f6nnen (es sei denn, die Fan-Seele befiehlt den Kauf). Allen, die die neue Schuber Ausgabe der \u201eDie Goscinny-Jahre\u201c haben, machen hier nat\u00fcrlich nichts falsch, auch wenn einige Motive auf Albuml\u00e4nge ausgedehnt im Laufe der Geschichten arg strapaziert werden. Sei&#8217;s drum. (bw)<\/p>\n\n\n\n<p><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.carlsen.de\/hardcover\/isnogud-collection-die-tabary-jahre-1978-1989\/978-3-551-79312-6\" target=\"_blank\">Isnogud: Die Tabary-Jahre &#8211; 1978-1989<\/a><br>Text &amp; Bilder: Jean Tabary<br>296 Seiten in Farbe, Hardcover<br>Carlsen Comics<br>39 Euro<\/p>\n\n\n\n<p>ISBN: 978-3-551-79312-6<\/p>\n<div class=\"wp_twitter_button\" style=\"float: right; margin-left: 10px;\">\n\t\t\t\t<a href=\"http:\/\/twitter.com\/share?counturl=https%3A%2F%2Fwww.comicleser.de%2F%3Fp%3D11212\" class=\"twitter-share-button\" data-url=\"https:\/\/www.comicleser.de\/?p=11212\" data-count=\"none\" data-via=\"comicleser\" data-lang=\"de\" data-text=\"Isnogud: Die Tabary-Jahre (Carlsen) &raquo; Comicleser #Carlsen #Carlsen Comics #Funny #Gesamtausg [...]\">Tweet<\/a>\n\t\t\t<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Blicken wir doch zuerst auf den nicht gerade unkomplizierten Verlauf der deutschen Isnogud-Ver\u00f6ffentlichungen der letzten Jahre. 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