{"id":1020,"date":"2013-07-30T20:20:42","date_gmt":"2013-07-30T18:20:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=1020"},"modified":"2013-07-30T20:20:42","modified_gmt":"2013-07-30T18:20:42","slug":"aquablue-new-era-band-1-splitter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.comicleser.de\/?p=1020","title":{"rendered":"Aquablue: New Era, Band 1 (Splitter)"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1021\" alt=\"Aquablue: New Era, Band 1\" src=\"http:\/\/www.comicleser.de\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Aquablue-1.jpg\" width=\"300\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.comicleser.de\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Aquablue-1.jpg 300w, https:\/\/www.comicleser.de\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Aquablue-1-225x300.jpg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Wenn es einen Reboot eines Franchises gibt, wie das der Niederbayer gerne mal sagt, dann ist damit die Neuauflage eines erfolgreichen Stoffes gemeint. So geschehen auch hier mit Aquablue, der Serie, die urspr\u00fcnglich schon 1989 von Olivier Vatine und Thierry Cailleteau ins Leben gerufen wurde. Die erste Storyline drehte sich um den Kampf der idyllischen Wasserwelt Aquablue gegen den finsteren irdischen Industriekonzern Texec, der den Planeten in eine Eisw\u00fcste verwandeln wollte. Der auf Aquablue als Waisenkind aufgewachsene Erdenmann Wilfried Morgenstern, genannt Nao, legt den Lumpens\u00f6hnen allerdings das Handwerk, gr\u00fcndet eine Stiftung zum Schutz bedrohter Welten und Lebewesen und bereist fortan als \u00d6ko-Gutmensch das Universum.<\/p>\n<p>Dort setzt nun die Neuauflage der Serie an: Nao hat die Nase voll vom Umhervagabundieren und kehrt nach Jahren der Abwesenheit auf seine Wahlheimatwelt zur\u00fcck. Dort setzt er sich daf\u00fcr ein, dass eine Gruppe irdischer Wissenschaftler die \u00f6rtliche Flora und Fauna studieren darf, wobei man eine erstaunliche Entdeckung macht: die Erbmasse der Aquablue-Bewohner deckt sich weitgehend mit der ihrer irdischen Besucher. Das abgest\u00fcrzte Raumschiff, das man eingefroren in der Antarktis gefunden hat, scheint zus\u00e4tzlich den Beleg zu bringen, dass die Terraner letztendlich von Aquablue abstammen. Damit ist Ruhe und Frieden ein Ende gesetzt, denn die nach wie vor im Hintergrund agierende Texec inszeniert dieses Spiel so geschickt, dass das Gesetz gegen die Bev\u00f6lkerung fremder Welten im Falle des Wasserplaneten au\u00dfer Kraft gesetzt wird. Gleichzeitig befreit man einen Raumpiraten, der noch ein H\u00fchnchen mit Noa zu rupfen hat, um ihn aus dem Weg zu schaffen. Somit steht Noa am Ende von Band 1 die Erkenntnis bevor, dass er durch seine R\u00fcckkehr unheilvolle Vorg\u00e4nge ausgel\u00f6st hat, die sich zur handfesten Bedrohung f\u00fcr die paradiesische Welt und ihre Bewohner entwickeln k\u00f6nnten\u2026<\/p>\n<p>Wer bei den tiefblauen, haarlosen Aquablue-Bewohnern sofort an ein gewisses Kino-Abenteuer denkt, liegt damit definitiv nicht falsch: James Cameron bediente sich f\u00fcr sein wegweisendes Spektakel Avatar sowohl in Design als auch Story (so d\u00fcnn sie auch gewesen sein mag\u2026) durchaus freiz\u00fcgig aus der Vorlage von Vatine und Cailleteau \u2013 die Fragen von \u00d6kologie, Kolonialismus, Rassismus (Morgensterns Name d\u00fcrfte nicht zuf\u00e4llig gew\u00e4hlt sein) und Kapitalismus sind dort ebenso angelegt wie die Bild- und Formsprache, die Cameron in ein bildgewaltiges Epos verwandelte. R\u00e9gis Hauti\u00e8re erz\u00e4hlt mit diesen Motiven eine straighte, spannende Story, in der Nao geplagt wird von Vorw\u00fcrfen, er k\u00fcmmere sich zu wenig um seinen Sohn, und dabei teilweise reichlich naiv die Machenschaften seiner Mithumanoiden untersch\u00e4tzt. Gezeichnet von Reno, erscheint das Geschehen in beeindruckenden, blau dominierten ligne-claire-Panels, die insbesondere in den Unterwasser-Sequenzen eine eigene Magie entwickeln. Im besten Stil der franko-belgischen Science Fiction Comics wie Yoko Tsuno erschaffen die beiden somit eine packende Welt, in der durch deutliche Querverweise auf brandaktuelle Aspekte wie Umweltzerst\u00f6rung stets der Realit\u00e4tsbezug gewahrt ist. Band 2 erscheint im Herbst. (hb)<\/p>\n<p>Aquablue: New Era, Band 1: R\u00fcckkehr zu den Wurzeln<br \/>\nText: R\u00e9gis Hauti\u00e8re<br \/>\nBilder: Reno<br \/>\n48 Seiten in Farbe, Hardcover<br \/>\nSplitter Verlag<br \/>\n13,80 Euro<\/p>\n<p>ISBN: 978-3-86869-595-3<\/p>\n<div class=\"wp_twitter_button\" style=\"float: right; margin-left: 10px;\">\n\t\t\t\t<a href=\"http:\/\/twitter.com\/share?counturl=https%3A%2F%2Fwww.comicleser.de%2F%3Fp%3D1020\" class=\"twitter-share-button\" data-url=\"https:\/\/www.comicleser.de\/?p=1020\" data-count=\"none\" data-via=\"comicleser\" data-lang=\"de\" data-text=\"Aquablue: New Era, Band 1 (Splitter) &raquo; Comicleser #Aquablue #New Era #Olivier Vatine #R\u00e9gis [...]\">Tweet<\/a>\n\t\t\t<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn es einen Reboot eines Franchises gibt, wie das der Niederbayer gerne mal sagt, dann ist damit die Neuauflage eines erfolgreichen Stoffes gemeint. 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