{"id":781,"date":"2012-11-13T13:51:55","date_gmt":"2012-11-13T11:51:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=781"},"modified":"2014-08-19T10:27:20","modified_gmt":"2014-08-19T08:27:20","slug":"animal-man-band-1-dcpanini","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=781","title":{"rendered":"Animal Man, Band 1 (DC\/Panini)"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-782\" title=\"Animal Man, Band 1\" src=\"http:\/\/www.comicleser.de\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/Animal-Man.jpg\" alt=\"\" width=\"252\" height=\"400\" srcset=\"http:\/\/www.comicleser.de\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/Animal-Man.jpg 252w, http:\/\/www.comicleser.de\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/Animal-Man-189x300.jpg 189w\" sizes=\"auto, (max-width: 252px) 100vw, 252px\" \/><\/p>\n<p>Weiter geht\u2019s im fr\u00f6hlichen (hier m\u00f6chte man eher meinen grimmigen) Reigen des Neustarts eines ganzen Universums, an dieser Stelle genauer gesagt DC. Wieder einmal kn\u00f6pft man sich hier einen Charakter aus der zweiten Reihe vor und m\u00f6belt ihn f\u00fcr die New 52 geh\u00f6rig auf: Animal Man erblickte schon 1965 das Licht der bunten Bilder und wurde flugs zum Mitglied der Gerechtigkeitsliga. Nach einer unheimlichen Begegnung der dritten Art (auf Deutsch gesagt, er stolpert \u00fcber ein grade mal explodierendes Alien-Raumschiff) erwirbt der Stuntman Buddy Baker die F\u00e4higkeit, jede beliebige Tier-Eigenschaft anzunehmen, indem er sich mit einer kuriosen Ursuppe namens Das Rot verbindet (bei Swamp Thing kennen wir das Gr\u00fcn \u2013 irgendwo gibt es bestimmt auch das legend\u00e4re Blau).<\/p>\n<p>In den 80er Jahren schnappte sich dann Grant Morrison diese B-Figur und experimentierte fr\u00f6hlich mit ihr durch die Gegend, bis hin zur Selbstreflexion \u00fcber das Medium Comic, als er sich als Autor selbst in die Geschichten hineinschrieb (eine schicke Reminiszenz daran gibt es auch hier in Form eines Interviews mit unserem Helden).<\/p>\n<p>Was Jeff Lemire (u.a. auch aktiv bei Superboy und JL Dark) uns hier kredenzt, steht den wagemutigen Aktionen des Herrn Morrison allerdings in nichts nach. Bei ihm ist Animal Man haupts\u00e4chlich Familienvater und m\u00f6chte sich eigentlich nur um seine Frau und seine Tochter Maxine k\u00fcmmern, als pl\u00f6tzlich die sprichw\u00f6rtliche H\u00f6lle losbricht. Nach einem Einsatz zeigen sich auf seinem K\u00f6rper seltsame Zeichnungen, er blutet aus den Augen \u2013 und weil sich das alles gar nicht gut anh\u00f6rt, schnappt er sich Maxine, die das besser zu verstehen scheint, und macht sich auf den Weg ins Rot, dessen Avatar er ist. Gleichzeitig machen drei f\u00fcrchterbare Kreaturen, die sich als abtr\u00fcnnige Animal Men herausstellen, Jagd auf Maxine, da sie noch viel m\u00e4chtiger als ihr Vater zu werden verspricht. Gegen Ende k\u00fcndigt sich dann ein Crossover an, als man sich auf den Weg macht, um einen gewissen Alec Holland um Hilfe zu bitten.<\/p>\n<p>Diese schon ziemlich abgefahrene Story verpacken die Zeichner Travel Foreman, Steve Pugh und John Paul Leon in sagen wir mal verst\u00f6rende Bilder, die teilweise die Grenze des guten Geschmacks \u00fcberschreiten. In bisweilen fast surrealer Manier fallen da K\u00f6rper auseinander, verformt sich das Fleisch, die Innereien kommen zum Vorschein \u2013 und die drei Biester auf den Fersen von Buddy und Maxine k\u00fcndigen mit wachsender Begeisterung an, gleich wieder jemand verspeisen zu wollen (was sie denn auch \u00f6fters mal tun). Ob das nun k\u00fcnstlerisch wertvoll ist, ob das die Genre-Grenzen verschiebt, ob das wie Lemire selbst meint \u201eein bisher ungesehener Horror\u201c ist, \u201eder an den R\u00e4ndern des DC-Universums lauert\u201c, oder schlicht und ergreifend einfach nur eklig r\u00fcberkommt, das muss wohl jeder f\u00fcr sich entscheiden. F\u00fcr schwache Gem\u00fcter oder kurz nach dem Essen in jedem Falle ungeeignet. Ein wenig anders gelagert ist allenfalls der letzte Teil &#8222;Kost\u00fcme&#8220;, der in dann doch \u00fcberzeugender Illusionsbrechnung einen Film enth\u00e4lt, in dem Schauspieler Buddy Baker die Hauptrolle des gl\u00fccklosen Helden Red Lightning spielt. Der vorliegende Band enth\u00e4lt die US-Animal Man-Ausgaben 1 bis 6, die von November 2011 bis April 2012 erschienen. (hb)<\/p>\n<p>Text: Jeff Lemire<br \/>\nBilder: Travel Foreman, John Paul Leon<br \/>\n132 Seiten in Farbe, Softcover<br \/>\nPanini Comics<br \/>\n16,95 Euro<\/p>\n<div class=\"wp_twitter_button\" style=\"float: right; margin-left: 10px;\">\n\t\t\t\t<a href=\"http:\/\/twitter.com\/share?counturl=http%3A%2F%2Fwww.comicleser.de%2F%3Fp%3D781\" class=\"twitter-share-button\" data-url=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=781\" data-count=\"none\" data-via=\"comicleser\" data-lang=\"de\" data-text=\"Animal Man, Band 1 (DC\/Panini) &raquo; Comicleser #Animal Man #DC #Horror #Jeff Lemire #John Paul  [...]\">Tweet<\/a>\n\t\t\t<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Weiter geht\u2019s im fr\u00f6hlichen (hier m\u00f6chte man eher meinen grimmigen) Reigen des Neustarts eines ganzen Universums, an dieser Stelle genauer gesagt DC. 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