{"id":6062,"date":"2017-11-03T13:18:04","date_gmt":"2017-11-03T11:18:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=6062"},"modified":"2017-11-03T13:21:17","modified_gmt":"2017-11-03T11:21:17","slug":"hellboy-band-16-cross-cult","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=6062","title":{"rendered":"Hellboy, Band 16 (Cross Cult)"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-6063\" src=\"http:\/\/www.comicleser.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Hellboy-16.jpg\" alt=\"\" width=\"275\" height=\"400\" srcset=\"http:\/\/www.comicleser.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Hellboy-16.jpg 275w, http:\/\/www.comicleser.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Hellboy-16-206x300.jpg 206w\" sizes=\"auto, (max-width: 275px) 100vw, 275px\" \/><\/p>\n<p>Zwei in jeder Hinsicht v\u00f6llig unterschiedliche Teile umfasst der aktuelle Hellboy Band, der nach 1952 (Band 14) wieder in der Vergangenheit des Helden spielt. Der erste Part beinhaltet vier Kurzgeschichten, spielt in England, wurde von Hellboy-Mastermind Mike Mignola geschrieben und vom Neuseel\u00e4nder Ben Stenbeck gezeichnet. Der zweite Teil spielt in den USA. Hier erhielt Mignola Autoren-Unterst\u00fctzung von Chris Roberson (<a href=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=3348\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">iZombie<\/a>, Fables: Cinderella) und die Zeichnungen stammen von Michael Walsh (die Kurzgeschichte) bzw. von Paolo Rivera (die lange Story). Auch stilistisch und optisch haben beide Teile nichts gemein, aber dazu gleich mehr.<\/p>\n<p>Der Band behandelt, wie aus dem Titel bereits ersichtlich, die Abenteuer eines jungen Hellboy im Jahre 1953. In England ist er im Februar des Jahres mit seinem Mentor und Begr\u00fcnder der B.U.A.P., Trevor Bruttenholm, unterwegs, um \u00fcbernat\u00fcrliche Ph\u00e4nomene zu untersuchen. \u201eDie Geisterhand\u201c beginnt wie eine klassische Haunted House M\u00e4r, eskaliert dann pl\u00f6tzlich und nimmt eine gr\u00f6\u00dfere Dimension an, denn Hellboy muss sich (mal wieder) mit einem D\u00e4mon kloppen. In \u201eRawhead und Bloody Bones\u201c greift Mignola irisch-englische Folklore-Figuren auf, die einen Pub heimsuchen, welcher ungl\u00fccklicherweise ihren Namen tr\u00e4gt. Auch \u201eDer Hexenbaum\u201c greift auf eine uralte Legende zur\u00fcck und bezieht sich im Ursprung auf Boudicca, die einst einen Aufstand gegen die <a href=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=4571\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">R\u00f6mer<\/a> wagte. Und letztlich berichtet Bruttenholm von einer Begegnung mit einem Kelpie (er meint den in Schottland beliebten Wassergeist, nicht den Whisky von Ardbeg), der einst einem Kommilitonen zum Verh\u00e4ngnis geworden ist.<\/p>\n<p>Alle vier Episoden sind auch in ihrer K\u00fcrze typische Mignola-Werke (zeichnerisch besorgte er lediglich das Cover). Und die Bilder Stenbecks, der bereits in <a href=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=3652\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eFrankenstein Underground\u201c<\/a> wie auch in \u201eBaltimore\u201c (beides ebenfalls von Mignola geschrieben) seine Qualit\u00e4ten eindrucksvoll unter Beweis stellen konnte, atmen den optischen Zeichen-Geist des Hellboy-Sch\u00f6pfers. Finster, d\u00fcster, viel schwarz, viel Tusche, mit wunderbaren Ankl\u00e4ngen an deutschen Stummfilm-Expressionismus und gotischen Horror. So kennen und lieben wir die Reihe. Doch nun kommt ein Cut, wir setzen \u00fcber nach Amerika. Vorhang auf f\u00fcr Teil 2: November 1953. Im verschneiten Wyoming gehen Hellboy und seine Kollegin Susan Xiang, die f\u00fcr Visionen empf\u00e4nglich ist, seltsamen Erscheinungen nach und sto\u00dfen auf ein Massaker an chinesischen Bergleuten, deren Geister keine Ruhe finden. Eine unterhaltsame kurz-pr\u00e4gnante Gespenster Geschichte (\u201eWandernde Seelen\u201c).<\/p>\n<p>Dann folgt mit \u201eHinter den Z\u00e4unen\u201c die l\u00e4ngste Story des Bandes. Inzwischen haben wir Dezember 1953. In Kalifornien gilt es, den Fall von verschwundenen Kindern und Tieren zu l\u00f6sen. Wieder mit Susan und mit Kollege Jacob Stegner, die wir bereits aus Band 14 kennen. Und nat\u00fcrlich steckt hinter dem Fall weit mehr als es den Anschein hat. Ein Hund, immun gegen Kugeln, h\u00e4utet sich und mutiert zur Bestie, inkl. furiosem Kampf mit Hellboy, und dann mischt auch der russische Geheimdienst mit. \u201eHinter den Z\u00e4unen\u201c wurde von Paolo Rivera, der f\u00fcr seine Arbeit an <a href=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=3882\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Daredevil<\/a> gleich zwei Eisner-Awards einheimste (gemeinsam mit seinem Vater und Inker Joe Rivera, der auch an der Hellboy Story mitarbeitete), gezeichnet. Sein Stil ist glasklar, durchaus farbenfroh und damit alles andere als dunkel und finster. Durch diesen realistischen, beinahe freundlichen Look scheint der Horror in den gew\u00f6hnlichen amerikanischen Alltag einzuziehen &#8211; mal eine ganz andere Pr\u00e4sentation eines Hellboy-Abenteuers.<\/p>\n<p>Wie immer runden Skizzen, Entw\u00fcrfe und Vorzeichnungen der beteiligten K\u00fcnstler den Band ab. Fortsetzung folgt? Ganz sicher sogar: Die <a href=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=529\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hellboy\/B.U.A.P.-Abenteuer<\/a> des Jahres 1954 erscheinen Anfang 2018 bei Dark Horse in gesammelter Form. Und Cross Cult wird dann auf dem heimischen Markt sicher wieder nachziehen. \u00dcbrigens: Auch neuer Spielfilm, ein Reboot, ist ebenfalls in Vorbereitung und wird im n\u00e4chsten Jahr in die Kinos kommen. Gerne doch. (bw)<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.cross-cult.de\/titel\/hellboy-16-hellboy-und-die-buap-1953.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hellboy, Band 16: Hellboy und die B.U.A.P. 1953<\/a><br \/>\nText: Mike Mignola, Chris Roberson<br \/>\nBilder: Ben Stenbeck, Michael Walsh, Paolo Rivera, Joe Rivera<br \/>\n144 Seiten in Farbe, Hardcover<br \/>\nCross Cult<br \/>\n22 Euro<\/p>\n<p>ISBN: 978-3-95981-399-0<\/p>\n<div class=\"wp_twitter_button\" style=\"float: right; margin-left: 10px;\">\n\t\t\t\t<a href=\"http:\/\/twitter.com\/share?counturl=http%3A%2F%2Fwww.comicleser.de%2F%3Fp%3D6062\" class=\"twitter-share-button\" data-url=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=6062\" data-count=\"none\" data-via=\"comicleser\" data-lang=\"de\" data-text=\"Hellboy, Band 16 (Cross Cult) &raquo; Comicleser #B.U.A.P. #Ben Stenbeck #Chris Roberson #Cross Cu [...]\">Tweet<\/a>\n\t\t\t<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zwei in jeder Hinsicht v\u00f6llig unterschiedliche Teile umfasst der aktuelle Hellboy Band, der nach 1952 (Band 14) wieder in der Vergangenheit des Helden spielt. 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