{"id":515,"date":"2011-07-04T14:36:19","date_gmt":"2011-07-04T12:36:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=515"},"modified":"2014-07-18T14:21:46","modified_gmt":"2014-07-18T12:21:46","slug":"peters-seltsame-reisen-salleck","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=515","title":{"rendered":"Peters seltsame Reisen (Salleck)"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-516\" title=\"Peters seltsame Reisen\" src=\"http:\/\/www.comicleser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/Peters-seltsame-Reisen.jpg\" alt=\"\" width=\"299\" height=\"400\" srcset=\"http:\/\/www.comicleser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/Peters-seltsame-Reisen.jpg 299w, http:\/\/www.comicleser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/Peters-seltsame-Reisen-224x300.jpg 224w\" sizes=\"auto, (max-width: 299px) 100vw, 299px\" \/><\/p>\n<p>Heimlicher Star des diesj\u00e4hrigen M\u00fcnchner Comicfestivals war ein 87-j\u00e4hriger deutscher Zeichner, der bereits Jahrzehnte in den USA lebt und seit 1964 in der Branche nicht mehr aktiv ist. Und der wohl auch ob seiner anhaltenden Popularit\u00e4t hierzulande angenehm \u00fcberrascht war: Helmut Nickel.<\/p>\n<p>P\u00fcnktlich zu Nickels Besuch in M\u00fcnchen ver\u00f6ffentlicht Eckart Schott quasi als Gesamtausgabe mit \u201aPeters seltsame Reisen\u2018 ein Funny-Comic, das Nickel von 1957 bis 1959 zeichnete und das seinerzeit in \u201aHarry \u2013 Die bunte Jugendzeitung\u2018 abgedruckt wurde.<\/p>\n<p>Peter ist ein typischer Bub der F\u00fcnfziger, gleich das erste Panel zeigt ihn beim Lesen der damals popul\u00e4ren Piccolo-Comics. Eher er sich\u2019s versieht, trifft Peter den Dschungelheld Akim und den Weltraumfahrer Nick, beide damals Helden eigener Piccolo-Serien. Und mit beiden erlebt er auch quasi aus dem Stand fantastische Abenteuer in fernen L\u00e4ndern und auf fernen Planeten, wobei die B\u00f6sen nat\u00fcrlich stets ihr verdientes Fett abkriegen. Sp\u00e4ter begegnet Peter zahlreichen Personen aus der Geschichte oder der Literatur: Die Drei Musketiere, M\u00fcnchhausen, Sindbad und andere geben ihr munteres Stelldichein. Die Abenteuer und Gefahren werden beschwingt gemeistert und irgendwie findet Peter immer wieder nach Hause zur\u00fcck \u2013 ohne dass seine Eltern von Peters Reisen und Begegnungen erfahren (gut, seine Schwester ist zum Schlu\u00df mit von der Partie).<\/p>\n<p>Im Gegensatz zu Hansrudi W\u00e4schers Arbeiten (der ja im Akkord zeichnen musste, das sei gerechterweise erw\u00e4hnt), wirken Nickels Zeichnungen moderner und zeitloser, mit viel Liebe zum Detail. Und Nickel stellt Peter ohne viel Federlesens etliche popul\u00e4re und jugendtaugliche Heroen zur Seite, so dass das Lesen heute noch Spa\u00df macht (ich kannte die Serie nicht, das war weit vor meiner Zeit). Peter erlebt seine Abenteuer nicht im Traum, wie etwa Little Nemo, hier ist alles echt. Was mag das die Buben damals beeindruckt haben\u2026<\/p>\n<p>Wirklich edel wird der Band (von dem lediglich 1.200 St\u00fcck gedruckt wurden) durch die teilweise neue Kolorierung (alle schwarz-wei\u00df Seiten wurden unter Nickels \u201aSchirmherrschaft\u2018 mit Farbe versehen) und die Farb-Korrekturen, die an den vorhandenen bunten Seiten vorgenommen wurden. Diese Arbeiten sind sehr sorgf\u00e4ltig ausgef\u00fchrt und gehen auf das Konto von Gerhard Schlegel und Elke Reinhart von Laska Comics, die sich damit ein dickes Extralob verdient haben. Drei informative, einleitende Artikel runden den Band ab, der hoffentlich seine K\u00e4ufer findet. Denn das haben er, wie auch die Macher, verdient.<\/p>\n<p>Als es mit der bunten Jugendzeitung zu Ende ging, wurden Peters Abenteuer \u00fcberhastet nur mit ein paar abschlie\u00dfenden, warmen Worten beendet. Als Clou schloss Helmut Nickel die Serie nun nach 52 Jahren ab. Mit einem abschlie\u00dfende Panel, das er extra f\u00fcr diese Ausgabe zeichnete. Und was soll man sagen \u2013 er kann\u2019s noch immer. (bw)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Text &amp; Bilder: Helmut Nickel<br \/>\n120 Seiten in Farbe, Hardcover<br \/>\nSalleck Publications<br \/>\n29,80 Euro<\/p>\n<p>ISBN 978-3-89908-395-8<\/p>\n<div class=\"wp_twitter_button\" style=\"float: right; margin-left: 10px;\">\n\t\t\t\t<a href=\"http:\/\/twitter.com\/share?counturl=http%3A%2F%2Fwww.comicleser.de%2F%3Fp%3D515\" class=\"twitter-share-button\" data-url=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=515\" data-count=\"none\" data-via=\"comicleser\" data-lang=\"de\" data-text=\"Peters seltsame Reisen (Salleck) &raquo; Comicleser #Eckart Schott #Gesamtausgabe #Helmut Nickel # [...]\">Tweet<\/a>\n\t\t\t<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heimlicher Star des diesj\u00e4hrigen M\u00fcnchner Comicfestivals war ein 87-j\u00e4hriger deutscher Zeichner, der bereits Jahrzehnte in den USA lebt und seit 1964 in der Branche nicht mehr aktiv ist. 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