{"id":4663,"date":"2016-11-02T13:06:37","date_gmt":"2016-11-02T11:06:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=4663"},"modified":"2016-11-02T13:06:37","modified_gmt":"2016-11-02T11:06:37","slug":"ringo-gesamtausgabe-band-1-splitter","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=4663","title":{"rendered":"Ringo Gesamtausgabe, Band 1 (Splitter)"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-4664\" src=\"http:\/\/www.comicleser.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/Ringo-1.jpg\" alt=\"Ringo Gesamtausgabe, Band 1 (Splitter)\" width=\"290\" height=\"400\" srcset=\"http:\/\/www.comicleser.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/Ringo-1.jpg 290w, http:\/\/www.comicleser.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/Ringo-1-218x300.jpg 218w\" sizes=\"auto, (max-width: 290px) 100vw, 290px\" \/><\/p>\n<p>Arizona 1867. Ein d\u00fcnn besiedeltes Land. Kaum Menschen. Daf\u00fcr ganz viel Natur. Und Gold. Nahe der Stadt Prescott wurde eine reiche Goldader gefunden. Die Ausbeute soll ins ferne Santa Fe gebracht werden. Mit Kutschen der Transportgesellschaft Wells Fargo. Einer derer Angestellten ist Ringo, ein taffer, resoluter und erfahrener Westerner, der die Kutsche begleiten und den Transport \u00fcberwachen soll. Dass \u00fcberall dort, wo viel Gold ist, auch viele Begehrlichkeiten geweckt werden ist auch klar. So haben wir hier verr\u00e4terische Soldaten, aufgewiegelte Indianer und die Kavallerie, die zwar nicht zu sp\u00e4t kommt, daf\u00fcr aber keine Zeit hat, Ringo und dem heiklen Transport beizustehen. Will doch ein Indianeraufstand niedergeschlagen werden. Ringo ist also auf dem gef\u00e4hrlichen Trip weitestgehend auf sich alleine gestellt\u2026 Szenenwechsel. Anderer Ort, andere Zeit. Gettysburg, im Jahr 1863. Hier erfahren wir auch den vollen Namen unseres Helden: Ray Ringo, seines Zeichens Lieutenant der Nordstaaten im seit zwei Jahren w\u00fctenden <a href=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=496\" target=\"_blank\">Sezessionskrieg<\/a>. Die wegweisende Schlacht von Gettysburg hat noch nicht richtig begonnen, da wird Ringo verletzt in einen Graben geschleudert. Dort liegt bereits ein weiterer Verletzter: Lieutenant George Morton, ein S\u00fcdstaatler! Beide M\u00e4nner schlie\u00dfen Freundschaft und versprechen einander ein Wiedersehen nach dem Krieg. Doch das verl\u00e4uft anders als erhofft. Als Ringo nach Virginia reist, trifft er auf einen anderen, ver\u00e4nderten Morton, dem das Schicksal \u00fcbel mitspielte\u2026<\/p>\n<p>William Vance, als Willem van Cutsem 1935 in Anderlecht geboren, ist eine feste Gr\u00f6\u00dfe in der opulenten franko-belgischen Comic-Historie. Bekannt \u2013 auch bei uns \u2013 wurde er als Zeichner von \u201eBob Morane\u201c (der vorher bereits ein beliebter Romanheld war) und der actionreichen Agentenserie <a href=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=1721\" target=\"_blank\">\u201eBruno Brazil\u201c<\/a>. Endg\u00fcltige Ber\u00fchmtheit verschaffte ihm <a href=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=3291\" target=\"_blank\">\u201eXIII\u201c<\/a>, die Reihe um einen mysteri\u00f6sen Mann mit unbekannter Vergangenheit, die von Jean van Hamme erdacht wurde und die Vance von 1984 bis 2007 durchgehend zeichnete. Daneben schuf er Ritterserien (Ramiro, Roderic), Seefahrer-Epen (Howard Flynn, <a href=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=1131\" target=\"_blank\">Bruce J. Hawker<\/a>) und selbst im Science Fiction Genre mischte er mit (XHG-C3). Der Western \u201eRingo\u201c ist Teil seines Fr\u00fchwerks. Die beiden in diesem ersten Band (von zweien) der Gesamtausgabe enthaltenen Alben entstanden in den Jahren 1965 und 1966. Danach war lange Schluss, bis Vance seinen Helden 1978 ein drittes und endg\u00fcltig letztes Abenteuer g\u00f6nnte (sp\u00e4ter zeichnete er noch zwei Alben von Girauds \u201eMarshal Blueberry\u201c \u2013 und Giraud im Gegenzug eine \u201eXIII\u201c Episode). Heute lebt William Vance, an Parkinson erkrankt, in Spanien im Ruhestand.<\/p>\n<p>Die erste Story dieses Integral-Bandes (\u201eDer lange Weg nach Santa Fe\u201c), die Vance auch schrieb, ist als klassisches <a href=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?tag=western\" target=\"_blank\">Western-Abenteuer<\/a> angelegt, das zahlreiche Kernelemente des Genres vereinigt. Neben dem leuchtenden Helden, der auch mal Gnade gew\u00e4hrt, um die B\u00f6sewichte ihrer gerechten Strafe zuzuf\u00fchren, pr\u00e4sentiert Vance eine gejagte Postkutsche voller Gold, dazu Indianer (mit denen man dann weniger zimperlich umgeht), Trapper und diverse \u00fcble Gesellen, die optisch als solche von Beginn an klar auszumachen sind. Geradlinig galoppiert die Story voran \u2013 das Ende ist schon fr\u00fch klar: gut f\u00fcr den Helden Ringo und schlecht f\u00fcr die Gauner. Das sollte kein Geheimnis sein. Normale Western-Kost, nicht \u00fcbel, aber auch nicht herausragend. Band 2 (\u201eDer Schwur von Gettysburg\u201c) ist da ganz anders. Hier hatte Vance als Autor den erfahrenen Jacques Acar (Tunga, Mausi und Paul, Sven Janssen) zur Seite. Und der zimmert hier quasi ein Prequel, das einen Ringo zeigt, ehe er Agent bei Wells Fargo wurde. Dazu widmet sich die Story historischen Ereignissen: der amerikanische B\u00fcrgerkrieg wird kurz erkl\u00e4rt und \u201evorgestellt\u201c, die Schlacht von Gettysburg gestreift und mit dem Kriegsfotografen Mathew Brady als historische Pers\u00f6nlichkeit noch ein St\u00fcck Authentizit\u00e4t in die Geschichte eingebaut. Auch die Folgen des verheerenden Krieges werden in der Handlung beleuchtet: wir sehen mit Morton beispielhaft einen gezeichneten und gefallenen Soldaten der S\u00fcdstaaten, dem alles (unrechtm\u00e4\u00dfig) genommen wurde, wir treffen skrupellose Kriegsgewinnler die die Nachwehen des Konflikten schamlos ausnutzen.<\/p>\n<p>Vances Zeichnungen sind schon zu Beginn seiner Karriere erstaunlich ausgereift. Sein einmaliger, zackig nerv\u00f6ser Stil, den er \u00fcber die Jahre bis zu <a href=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=3291\" target=\"_blank\">\u201eXIII\u201c<\/a> immer mehr verfeinerte und perfektionierte, ist bereits charakteristisch und unverkennbar und zeigt vor allem in Landschaftsszenen, oder in Sequenzen, die im Sturm (siehe auch das Titelbild) oder in der Nacht spielen, seine Meisterschaft. Die Darstellung von Personen oder Gesichtern ist bisweilen noch etwas ungelenk und erinnert an gemalte Westernfilmplakate oder Titelbilder von Western-Groschenromanen der sechziger Jahre. \u00dcbrigens wurden seine Zeichnungen schon damals von Petra koloriert. Dahinter verbirgt sich seine Frau Petra van Cutsem, die ihren Mann koloristisch bis zu \u201eXIII\u201c begleiten sollte. Was fehlt? Bonusmaterial. Leider. Ein wenig Hintergrund-Informationen zur Genese der Reihe und der Figur des Ringo h\u00e4tte sicher nicht geschadet. So m\u00fcssen wir uns mit detaillierten bibliographischen Angaben \u00fcber die Ver\u00f6ffentlichungen im franko-belgischen Raum und in Deutschland begn\u00fcgen. Die letzte (und einzige) deutsche Albumver\u00f6ffentlichung stammt \u00fcbrigens bereits aus den Jahren 1989 und 1991. Da wurde es definitiv mal wieder Zeit, Ringo reiten zu lassen. (bw)<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.splitter-verlag.eu\/ringo-bd-1.html\" target=\"_blank\">Ringo Gesamtausgabe, Band 1<\/a><br \/>\nText: William Vance, Jacques Acar<br \/>\nBilder: William Vance<br \/>\n96 Seiten in Farbe, Hardcover<br \/>\nSplitter Verlag<br \/>\n22,80 Euro<\/p>\n<p>ISBN: 978-3-95839-340-0<\/p>\n<div class=\"wp_twitter_button\" style=\"float: right; margin-left: 10px;\">\n\t\t\t\t<a href=\"http:\/\/twitter.com\/share?counturl=http%3A%2F%2Fwww.comicleser.de%2F%3Fp%3D4663\" class=\"twitter-share-button\" data-url=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=4663\" data-count=\"none\" data-via=\"comicleser\" data-lang=\"de\" data-text=\"Ringo Gesamtausgabe, Band 1 (Splitter) &raquo; Comicleser #Gesamtausgabe #Integral #Jacques Acar # [...]\">Tweet<\/a>\n\t\t\t<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Arizona 1867. Ein d\u00fcnn besiedeltes Land. Kaum Menschen. Daf\u00fcr ganz viel Natur. Und Gold. Nahe der Stadt Prescott wurde eine reiche Goldader gefunden. 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