{"id":4349,"date":"2016-08-01T13:13:52","date_gmt":"2016-08-01T11:13:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=4349"},"modified":"2016-08-01T13:13:52","modified_gmt":"2016-08-01T11:13:52","slug":"doctor-who-der-zehnte-doctor-bd-2-panini","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=4349","title":{"rendered":"Doctor Who: Der zehnte Doctor, Bd. 2 (Panini)"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-4350\" src=\"http:\/\/www.comicleser.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Doctor-Who-10_2.jpg\" alt=\"Doctor Who, Band 2 (Panini)\" width=\"270\" height=\"400\" srcset=\"http:\/\/www.comicleser.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Doctor-Who-10_2.jpg 270w, http:\/\/www.comicleser.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Doctor-Who-10_2-203x300.jpg 203w\" sizes=\"auto, (max-width: 270px) 100vw, 270px\" \/><\/p>\n<p>Westfront 1916 \u2013 der gute Doktor und seine Begleiterin Gabby staunen nicht schlecht, als man aussteigt. Denn eigentlich wollte Gabby doch nur einen Tee kochen und hat dabei den falschen Hebel in der Tardis erwischt. Als Ergebnis landet man mitten auf den <a href=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=1604\" target=\"_blank\">Schlachtfeldern der Somme<\/a>, der Doktor wird prompt von einer Granate getroffen, w\u00e4hrend die Tardis in die Luft fliegt. Nicht gerade optimale Voraussetzungen f\u00fcr die erste und einzige gro\u00dfe Reise, auf die der Doktor seine neue menschliche Begleiterin mitnehmen wollte. Als die britischen Truppen deutsche Stellungen angreifen, stellt der schottische Corporal Jamie Colquhoun \u2013 vollkommen desillusioniert und verbittert seit Kriegsbeginn eingesetzt in den Sch\u00fctzengr\u00e4ben nahe dem belgischem Mons \u2013 \u00fcberrascht fest, dass die Deutschen ihre Position offenbar fluchtartig verlassen haben. Anstelle des Feindes findet er nur Gabby und den Doktor, die er ins Lager der Briten bringt, wo der kommandierende Captain Fairbairn sie nat\u00fcrlich f\u00fcr deutsche Spione h\u00e4lt.<\/p>\n<p>Da hilft es auch nicht, dass der Doktor, der aussieht wie ein \u201eTanztee Dandy\u201c, provokante Spr\u00fcche, seltsame Ger\u00e4tschaften wie seinen Schraubenzieher und vor allem eine seltsam wissende Attit\u00fcde an den Tag legt. Ein ebenfalls gefangener deutscher Soldat indessen faselt permanent von Statuen, die man nicht aus den Augen lassen d\u00fcrfe, sonst verschwinde man, weshalb er sich die Augenlider offen gen\u00e4ht hat. Colquhouns Kamerad Wullie erf\u00e4hrt alsbald, wie Recht der Gefangene hat: er wendet die Augen kurz von einer Engelsstatue, die \u00fcberall auftauchen, und wird ins Schottland des Jahres 1879 versetzt \u2013 und zwar just am 28.12. in den ungl\u00fcckseligen Zug, der auf dem Weg nach Dundee die Br\u00fccke auf Tay zurast. <a href=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=1794\" target=\"_blank\">Im Jahr 1916<\/a> erkl\u00e4rt der Doktor, was es mit den vermeintlichen Statuen auf sich hat: die weinenden Engel sind ein Volk von M\u00f6rdern, deren Ber\u00fchrung ihre Opfer in die Vergangenheit schickt, w\u00e4hrend die Engel ihnen Gegenwart und Zukunft rauben. Die einzige Chance zu Entkommen liegt darin, ihre Schw\u00e4che auszunutzen: so lange man sie anschaut, verfallen sie in Starre und h\u00f6ren auf zu existieren.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend immer mehr M\u00e4nner verschwinden, um im Kolosseum des <a href=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=3519\" target=\"_blank\">antiken Roms<\/a> oder auch als Hexer im London des Jahres 1535 enden, wagen die von Engeln belagerten britischen Truppen unter der F\u00fchrung des Doktors einen riskanten Ausbruch. Der anfangs skeptische Captain Fairbairn opfert sich dabei f\u00fcr sie, als pl\u00f6tzlich eine handfeste \u00dcberraschung wartet: der ebenfalls verschwundene Shuggy taucht als Rettung in letzter Minute in einem gestohlenen deutschen Panzer auf. Seinen verdutzten Freunden erkl\u00e4rt er, dass er nur 50 Jahre in die Vergangenheit versetzt worden sei und auf einer nahegelegenen Farm auf seine Chance gewartet habe, wieder ins Geschehen einzugreifen. Dem Doktor schwant einstweilen B\u00f6ses: die Engel scheinen ihm besonders angriffslustig, da sie offenbar nahezu ausgehungert sind. Eine ganze Generation, die der Krieg vernichtet, bietet ihnen dabei die idealen Jagdgr\u00fcnde. Als man entdeckt, dass die Tardis heil geblieben ist und tief unter der Erde von den Engeln durch verminte Tunnel weggeschafft wird, machen sich der Doktor, Gabby und Colquhoun auf eine wagemutige Expedition\u2026<\/p>\n<p>Auch der <a href=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=3421\" target=\"_blank\">zweite Band mit Abenteuern des zehnten Doktors David Tennant<\/a> \u00fcberzeugt auf ganzer Linie mit einer Story, die das Zeitreise-Motiv in den Mittelpunkt einer fulminanten, mit Horror-Elementen durchsetzten apokalyptischen Geschichte stellt. Der Doktor erscheint dabei einmal mehr als leicht soziopathische Gestalt, die in den entscheidenden Momenten mehr Menschlichkeit beweist als alle Humanoiden zusammen \u2013 er macht sich schwerste Vorw\u00fcrfe, dass er Gabby in solche Gefahr gebracht hat, \u00fcbernimmt wie selbstverst\u00e4ndlich das Kommando \u00fcber die Truppen und stellt n\u00fcchtern fest: er kann zwar durch die Zeit reisen, aber den Krieg verhindern, das kann er nicht. Der sei ein Prozess, aus dem die Menschheit lernen m\u00fcssen \u2013 ob das gelingt, ist nach wie vor offen, wie er betont. Dabei hat Autor <a href=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=4118\" target=\"_blank\">Robbie Morrison<\/a> jede Menge Spa\u00df mit der Figur selbst und dem Genre, das er augenzwinkernd kommentiert: den staunenden Soldaten erkl\u00e4rt Gabby, ihr exzentrischer Freund hei\u00dfe Dr. Strange, der einen gewissen Colonel Brooks sucht (den wir wiederum aus MASH kennen).<\/p>\n<p>Der Doktor stellt fest, ihm seien alle Feinde recht, so lange sie nicht das Universum vernichten wollen und dabei \u201eexterminate!\u201c rufen (wie das seine Lieblings-Antagonisten, die Daleks, unabl\u00e4ssig tun), und als Colquhoun erstaunt ausruft, die Tardis sei eine <a href=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=3338\" target=\"_blank\">Zeitmaschine<\/a> \u201ewie bei H.G. Wells??\u201c stellt der Doktor klar: \u201eJa, der Herbert hat mir immer gerne meine Ideen geklaut\u201c. Insgesamt liefert Morrison ein deutlich bodenst\u00e4ndigeres Abenteuer als die ersten Comic-Ausfl\u00fcge des zehnten Doktors (wo wir ja noch per Waschmaschine Tore in <a href=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=3274\" target=\"_blank\">andere Dimensionen<\/a> \u00f6ffnen durften), mit faszinierenden Zeitspr\u00fcngen und einer mehr als ordentlichen Prise Horror, der aber niemals davon ablenken kann, dass das wahre Grauen im Krieg selbst liegt, f\u00fcr den niemand anders als die Erdenb\u00fcrger verantwortlich sind. Eine mehr als gelungene Reise mit dem Doktor, die von Daniel Indro sehr ordentlich inszeniert ist, wobei die Protagonisten ihren Fernseh-\u201eOriginalen\u201c nicht komplett entsprechen, daf\u00fcr jedoch die Gruselszenen bestens eingefangen sind. Der vorliegende Band enth\u00e4lt die Titan-Comics Originalausgaben \u201eDr. Who \u2013 New Adventures With The Tenth Doctor\u201c 6-10. (hb)<\/p>\n<p>Doctor Who: Der 10. Doctor, Bd. 2: Die weinenden Engel von Mons<br \/>\nText: Robbie Morrison<br \/>\nBilder: Daniel Indro, Eleonora Carlini<br \/>\n132 Seiten in Farbe, Softcover<br \/>\nPanini Comics<br \/>\n16,99 Euro<\/p>\n<p>ISBN: 978-3-957-98645-0<\/p>\n<div class=\"wp_twitter_button\" style=\"float: right; margin-left: 10px;\">\n\t\t\t\t<a href=\"http:\/\/twitter.com\/share?counturl=http%3A%2F%2Fwww.comicleser.de%2F%3Fp%3D4349\" class=\"twitter-share-button\" data-url=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=4349\" data-count=\"none\" data-via=\"comicleser\" data-lang=\"de\" data-text=\"Doctor Who: Der zehnte Doctor, Bd. 2 (Panini) &raquo; Comicleser #Dave Taylor #David Tennant #Der  [...]\">Tweet<\/a>\n\t\t\t<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Westfront 1916 \u2013 der gute Doktor und seine Begleiterin Gabby staunen nicht schlecht, als man aussteigt. Denn eigentlich wollte Gabby doch nur einen Tee kochen und hat dabei den falschen Hebel in der Tardis erwischt. 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