{"id":4080,"date":"2016-05-22T12:34:28","date_gmt":"2016-05-22T10:34:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=4080"},"modified":"2016-05-22T12:34:28","modified_gmt":"2016-05-22T10:34:28","slug":"tag-x-band-3-panini","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=4080","title":{"rendered":"Tag X, Band 3 (Panini)"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-4081\" src=\"http:\/\/www.comicleser.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Tag-X-3.jpg\" alt=\"Tag X, Band 3 (Panini)\" width=\"289\" height=\"400\" srcset=\"http:\/\/www.comicleser.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Tag-X-3.jpg 289w, http:\/\/www.comicleser.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Tag-X-3-217x300.jpg 217w\" sizes=\"auto, (max-width: 289px) 100vw, 289px\" \/><\/p>\n<p>Mondorbit, im Juli 1969: ein Mikro-Meteorit zerst\u00f6rt die Raumf\u00e4hre von Armstrong und Aldrin und macht den geplanten Triumpf der Amerikaner, als erste den Mond zu betreten, zunichte. Wenige Monate sp\u00e4ter landen die Russen erfolgreich auf dem Mond. Wie kontern, fragt sich ein w\u00fctender Pr\u00e4sident Nixon, und l\u00e4sst trotzig die eigentlich ad acta gelegten Pl\u00e4ne einer Mondbasis wieder aufleben. Zehn Jahre sp\u00e4ter. Der Kalte Krieg ist weiter in vollem Gange. Auf dem Mond haben die Amerikaner ihre Station errichtet, nicht allzu weit davon entfernt steht Galaktika, die der Russen. Zu beiden Stationen sind Raumf\u00e4hren unterwegs. Die Amis ben\u00f6tigen einen Arzt, weil eine Astronautin erkrankt ist und den Russen ist der Politkommissar auf ihrer Station suspekt, weil der kaum noch erreichbar ist. Man vermutet den schlechten Einfluss der Amerikaner. Oder gar Schlimmeres. Auf dem Mond gelandet, bieten sich gleich mehrere \u00dcberraschungen: die Frau ist nicht krank, sondern schwanger. Von einem Russen. Der Politkommissar ist tot. Und nach einem Unfall auf Galaktika sind die Russen klammheimlich zu den Amis gezogen. Denn man versteht sich gut, hier auf dem Mond. Eine Situation, die f\u00fcr die beiden neu angekommenen Hardliner auf russischer und amerikanischer Seite nicht nur \u00fcberraschend, sondern auch untragbar ist. Mit fatalen Folgen\u2026<\/p>\n<p>Der <a href=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=3335\" target=\"_blank\">aktuelle Band 3<\/a> der <a href=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=3050\" target=\"_blank\">\u201eWas w\u00e4re wenn\u201c-Reihe<\/a> erschien 2010 bei Delcourt im Original als Band 1. Duval und P\u00e9cau lassen hier die Russen das Duell um den Wettlauf zum Mond f\u00fcr sich entscheiden. Nur kurz nach dem Desaster um Apollo 11. Doch anders als die Russen in unserer Realit\u00e4t (inzwischen wissen wir, dass sie technisch weit den Amerikanern hinterherhinkten) geben sich die Amerikaner nicht geschlagen. Der Wettlauf geht weiter, parallel zum Wettr\u00fcsten und ist weiter Teil des kalten Krieges. Der bildet sich nach nur zehn Jahren nun auch in Miniatur auf dem Mond ab. Zwei Raumstationen sind entstanden. Man be\u00e4ugt sich misstrauisch, belauert sich, sucht eigene Vorteile und versucht selbst, keine Schw\u00e4chen zu zeigen. So die offizielle Darstellung. In Wahrheit hat man sich auf dem Mond l\u00e4ngst verbr\u00fcdert. Dort findet der <a href=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=3586\" target=\"_blank\">Kalte Krieg<\/a> im Kleinen schon lange nicht mehr statt, ist die Gedankenwelt der Betonk\u00f6pfe auf der Erde ad absurdum gef\u00fchrt. Gelang es bisher, diese Entwicklung zu verheimlichen, eskaliert die Situation recht flott nach Ankunft der Hardliner auf beiden Seiten. Die Superm\u00e4chte greifen ein. Mit allen katastrophalen Konsequenzen f\u00fcr die Besatzungen auf dem Mond.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich bem\u00fcht man auch Klischees und Symboliken: die Russen brennen Wodka auf dem Mond und die Amis bauen Marihuana an. Und ob so ein riesiger Schwindel so ohne weitere m\u00f6glich w\u00e4re, sei dahingestellt. Das Kind der Sterne, der Sohn der amerikanischen Astronautin und des russischen Kosmonauten, wird zum Friedenssymbol (inkl. einer sch\u00f6nen Hommage an Stanley Kubrick in einem Panel). Schlie\u00dflich siegt die hohe Politik auf h\u00f6chster Ebene \u00fcber die Menschlichkeit. Man handelt linientreu, doch das Ende birgt eine vers\u00f6hnliche \u00dcberraschung. Mit diesem Band der Reihe um bekannte Geschehen in alternativen Zeitlinien sitzt erstmals nicht der <a href=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?tag=colin-wilson\" target=\"_blank\">Neuseel\u00e4nder Colin Wilson<\/a> am Zeichentisch. Doch auch der \u201eNeue\u201c ist kein Unbekannter: Philippe Buchet zeichnet seit etlichen Jahren die SF-Reihe \u201eSillage\u201c (Dt. bei Carlsen) und war auch f\u00fcr die Bild-Umsetzung der Marvel Graphic Novel \u201e<a href=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=2011\" target=\"_blank\">Wolverine<\/a>: Saudade\u201c verantwortlich, die ebenfalls bei Panini erschien. Gemeinsam mit den Autoren, die auch die ersten beiden B\u00e4nde schrieben, gelingt so erneut eine packende, realistisch gezeichnete Alternativ-Erz\u00e4hlung eines Ereignisses und dessen weitreichende Folgen, was die Welt gleicherma\u00dfen ver\u00e4ndert und bewegt hat. (bw)<\/p>\n<p>Tag X, Band 3: Russen auf dem Mond<br \/>\nText: Fred Duval, Jean-Pierre P\u00e9cau, Fred Blanchard<br \/>\nBilder: Philippe Buchet<br \/>\n56 Seiten in Farbe, Hardcover<br \/>\nPanini Comics<br \/>\n14,99 Euro<\/p>\n<p>ISBN: 978-3-95798-698-6<\/p>\n<div class=\"wp_twitter_button\" style=\"float: right; margin-left: 10px;\">\n\t\t\t\t<a href=\"http:\/\/twitter.com\/share?counturl=http%3A%2F%2Fwww.comicleser.de%2F%3Fp%3D4080\" class=\"twitter-share-button\" data-url=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=4080\" data-count=\"none\" data-via=\"comicleser\" data-lang=\"de\" data-text=\"Tag X, Band 3 (Panini) &raquo; Comicleser #Fred Blanchard #Fred Duval #Jean-Pierre P\u00e9cau #Panini  [...]\">Tweet<\/a>\n\t\t\t<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mondorbit, im Juli 1969: ein Mikro-Meteorit zerst\u00f6rt die Raumf\u00e4hre von Armstrong und Aldrin und macht den geplanten Triumpf der Amerikaner, als erste den Mond zu betreten, zunichte. 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