{"id":3964,"date":"2016-04-24T14:14:43","date_gmt":"2016-04-24T12:14:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=3964"},"modified":"2016-04-24T14:41:22","modified_gmt":"2016-04-24T12:41:22","slug":"ork-saga-band-1-cross-cult","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=3964","title":{"rendered":"Ork-Saga, Band 1 (Cross Cult)"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-3965\" src=\"http:\/\/www.comicleser.de\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Ork-Saga-1.jpg\" alt=\"Ork Saga, Band 1 (Cross Cult)\" width=\"290\" height=\"400\" srcset=\"http:\/\/www.comicleser.de\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Ork-Saga-1.jpg 290w, http:\/\/www.comicleser.de\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Ork-Saga-1-218x300.jpg 218w\" sizes=\"auto, (max-width: 290px) 100vw, 290px\" \/><\/p>\n<p>Erdwelt. So nennen die Menschen jenen Ort, wo sich die bekannten Fantasy-Rassen tummeln. Zwerge, Elfen, Gnome und nat\u00fcrlich <a href=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=882\" target=\"_blank\">Orks<\/a>. Die Br\u00fcder Balbok und Rammar geh\u00f6ren letzterer Spezies an. Und beide haben gemeinsam, dass sie nicht die hellsten Kerzen auf der Torte sind. Auf einem Beutezug werden die beiden von ihrem Ork-F\u00fchrer Girgas losgeschickt, um die Anzahl der feindlichen Gnome festzustellen. Denn Balbok besitzt eine wohl seltene Gabe unter den Orks: er kann z\u00e4hlen. Doch statt die St\u00e4rke des Feindes zu ermitteln, f\u00fchren die Br\u00fcder die Gnom-Meute direkt zu den Orks. Und bleiben in dem folgenden Gemetzel die einzigen \u00dcberlebenden. W\u00e4hrend sich Rammar doch recht feige in einer Felsspalte versteckt, verschonen die Gnome Balbok, als sie sehen, dass er der vermeintlich letzte Ork ist. Nat\u00fcrlich nicht ohne Grund.<\/p>\n<p>Aber nun haben die Br\u00fcder ein Problem. Der Kopf von Girgas fehlt. Nicht gut \u2013 ist es doch fester Brauch, dass der Kopf des Anf\u00fchrers zur\u00fcckgebracht werden muss. Wieder zur\u00fcck in ihrem Ork-Dorf werden Rammar und Balbok dann auch entsprechend empfangen. Chef Graishak ist nicht erfreut, gibt den beiden aber eine letzte Chance: wenn sie Girgas&#8216; Kopf finden und zur\u00fcckbringen, bleibt ihr Leben verschont. Widerwillig machen sie sich auf den Weg und folgen der Gnom-Meute, kommen aber recht schnell vom Regen in die Traufe (wir erinnern uns \u2013 sie sind nicht die Hellsten) und finden sich in den F\u00e4ngen der Gnome wieder. Wie sich herausstellt auf Gehei\u00df des Zauberers Rurak, der nicht gerade einen guten Ruf hat: man nennt ihn den Schl\u00e4chter. Und wieder sind Rammar und Balbok gezwungen, wohl oder \u00fcbel einen neuen Auftrag anzunehmen, um ihr Leben zu retten&#8230;<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich erinnert man sich an den Herrn der Ringe. Der Band beginnt mit der \u201eVorstellung\u201c der Welt und der Rassen, die sie bev\u00f6lkern. Als \u00fcbergeordnete Hintergrund-Geschichte erfahren wir von dem Geist des Dunkelelfs Margok, der seit langer Zeit in den Mauern der verbotenen Stadt Tirgas Lan gefangen ist. Ein Geheimnis, das nur im Tempel von Shakara bewahrt wird, \u00fcber dem eine Hohepriesterin der Elfen wacht, hoch droben im eisigen Norden. Dann die epische Quest, auf die die beiden Br\u00fcder geschickt werden. Erst auf Gehei\u00df von Graishak, die sich dann sozusagen noch ausdehnt, als sie in den Plan des Zauberers Rurak eingeweiht werden. \u00dcberall in Erdwelt brodelt es. Wie in Herr der Ringe scheint das B\u00f6se auf dem Vormarsch, man bekriegt sich, wo es nur geht. Erfrischend anders sind dann aber unsere beiden Helden. Zum einen sind es Orks, die ansonsten nicht gerade als Sympathietr\u00e4ger fungieren. Und zum anderen bringen die beiden Br\u00fcder durch ihre Naivit\u00e4t und Bauernschl\u00e4ue eine geh\u00f6rige Portion Humor in die Geschichte ein.<\/p>\n<p>Schon in ihrer Physiognomie unterscheiden sich die beiden von anderen Orks und erinnern damit an bekannte Komiker-Duos: Der eine, Balbok, ist gro\u00df und d\u00fcnn, sein Bruder Rammar klein und dicklich. Pat und Patachon, Stan und Ollie lassen gr\u00fc\u00dfen. So nimmt der Humor einen gr\u00f6\u00dferen Stellenwert ein, als in anderen Fantasy-Epen. Eine gute Idee, erfrischend anders, die die eigentliche Story immer wieder w\u00fcrzt, welche nie vergessen und stetig vorangetrieben wird und dabei an Komplexit\u00e4t hinsichtlich der zu erf\u00fcllenden Quest zunimmt. Immer wieder flie\u00dfen Ausdr\u00fccke aus der Ork-Sprache in die Dialoge mit ein, was die fiktive Authentizit\u00e4t zus\u00e4tzlich f\u00f6rdert (in Peinkofers Roman gibt es sogar ein seitenlanges Glossar, das sich den Ork-W\u00f6rtern widmet).<\/p>\n<p>Die Ork-Saga ist eine Adaption des Fantasy-Romans \u201eDie R\u00fcckkehr der Orks\u201c von Michael Peinkofer. Der Bayer hat bereits etliche Romane auf dem Buckel und landete mit seinen Ork-B\u00fcchern, die seit 2006 erscheinen, einen gro\u00dfen Erfolg. Die inzwischen f\u00fcnf Teile wurden allesamt zu Bestsellern. Nun bringt Cross Cult als Eigenproduktion das erste Buch als vierteilige Comic-Adaption heraus (vgl. die Comic-Adaption von Holbeins <a href=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=3525\" target=\"_blank\">\u201eDie Chroniken der Unsterblichen\u201c<\/a>). Als Zeichner konnte man mit dem D\u00e4nen Peter Snejbjerg einen echten Hochkar\u00e4ter gewinnen. Snejbjerg zeichnete bereits in den Neunzigern zahlreiche Titel f\u00fcr Vertigo und DC (darunter <a href=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=687\" target=\"_blank\">\u201eHellblazer\u201c<\/a> und \u201eDie B\u00fccher der Magie\u201c) und war damit auch in deren deutschen Ver\u00f6ffentlichungen vertreten. Sein letzter Titel bei uns, das Weltkriegs-Fantasy Epos \u201eLight Brigade\u201c, erschien ebenfalls bei Cross Cult (auch in Cross Cults zweitem <a href=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=529\" target=\"_blank\">Hellboy-Ziegel<\/a> war er mit einer Ape Sapien-Episode vertreten). Zuvor machte er bereits mit der au\u00dfergew\u00f6hnlichen Superhelden-Graphic Novel <a href=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=659\" target=\"_blank\">\u201eA God Somewhere\u201c<\/a> von sich reden. Beide Werke zeichnen sich durch opulente Schlachten-Gem\u00e4lde aus, die in grafisch expliziten Panels mit einem kr\u00e4ftigen, leicht \u00fcberzeichneten Stil inszeniert sind und schwer beeindrucken. Auch bei der Ork-Saga finden sich solche Szenen \u2013 der Kampf zwischen Orks und Gnomen ist \u00e4hnlich intensiv orchestriert, mit dem Leser mittendrin, statt nur dabei. Das gro\u00dfe Albenformat kommt dem noch entgegen. Der Band bietet einen gelungener Einstieg in Peinkofers Fantasy-Welt. J\u00e4hrlich soll ein weiteres Album folgen. Mit Band 4 wird der erste Roman dann abgeschlossen sein. (bw)<\/p>\n<p>Ork-Saga, Band 1: Zwei Br\u00fcder<br \/>\nText: Michael Peinkofer, Jan Bratenstein<br \/>\nBilder: Peter Snejbjerg, Lars Bjorstrup (Farben)<br \/>\n48 Seiten in Farbe, Hardcover<br \/>\nCross Cult<br \/>\n14,95 Euro<\/p>\n<p>ISBN: 978-3-86425-673-8<\/p>\n<div class=\"wp_twitter_button\" style=\"float: right; margin-left: 10px;\">\n\t\t\t\t<a href=\"http:\/\/twitter.com\/share?counturl=http%3A%2F%2Fwww.comicleser.de%2F%3Fp%3D3964\" class=\"twitter-share-button\" data-url=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=3964\" data-count=\"none\" data-via=\"comicleser\" data-lang=\"de\" data-text=\"Ork-Saga, Band 1 (Cross Cult) &raquo; Comicleser #Cross Cult #CrossCult #Die R\u00fcckkehr der Orks #F [...]\">Tweet<\/a>\n\t\t\t<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erdwelt. So nennen die Menschen jenen Ort, wo sich die bekannten Fantasy-Rassen tummeln. Zwerge, Elfen, Gnome und nat\u00fcrlich Orks. Die Br\u00fcder Balbok und Rammar geh\u00f6ren letzterer Spezies an. 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