{"id":3421,"date":"2015-11-27T20:57:44","date_gmt":"2015-11-27T18:57:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=3421"},"modified":"2015-11-27T20:57:44","modified_gmt":"2015-11-27T18:57:44","slug":"doctor-who-band-1-panini","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=3421","title":{"rendered":"Doctor Who, Band 1 (Panini)"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-3422\" src=\"http:\/\/www.comicleser.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Doctor-Who-1.jpg\" alt=\"Doctor Who, Band 1 (Panini)\" width=\"257\" height=\"400\" srcset=\"http:\/\/www.comicleser.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Doctor-Who-1.jpg 257w, http:\/\/www.comicleser.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Doctor-Who-1-193x300.jpg 193w\" sizes=\"auto, (max-width: 257px) 100vw, 257px\" \/><\/p>\n<p>Unheimliches, ja erschreckendes geht vor in New York: im Waschsalon der Familie Gonzales springen pl\u00f6tzlich alle Maschinen an, die junge Gabrielle vermeint, eine geisterhafte Erscheinung zu erblicken, was ihr Papa Gonzales nat\u00fcrlich nicht glaubt. Der will in erster Linie, dass das Gesch\u00e4ft geht, aber Schwiegersohn in spe Hektor, der sich darum k\u00fcmmern soll, macht eine genauso unangenehme Erfahrung und schw\u00f6rt Stein und Bein, den Leibhaftigen selbst gesehen zu haben. Bald grassiert eine wahre Epidemie von zutiefst verst\u00f6rten, zu Tode erschreckten Menschen, keiner geht mehr auf die Stra\u00dfe, jeder f\u00fcrchtet sich vor den grauenerregenden Erscheinungen, die allerdings immer nur derjenige sehen kann, der sich \u00e4ngstigt. Auf einer Fahrt in der U-Bahn schlie\u00dflich wird Gabrielle von einem Monster verfolgt, dass ihr selbst verd\u00e4chtig \u00e4hnlich sieht \u2013 und da greift schlie\u00dflich ein adretter junger Herr ins Geschehen ein, der die Stra\u00dfen schon vorher mit Trenchcoat und Schallschraubenzieher durchstreifte.<\/p>\n<p>Der etwas skurril wirkende Typ stellt sich als \u201eDer Doktor\u201c vor, der in seiner blauen Polizei-Notrufzelle durch Raum und Zeit reist und \u00fcberall dort zur Stelle ist, wo es brenzlig wird. Und genau das geschieht derzeit in New York: denn die Wesen aus der Psychosph\u00e4re sind im Krieg. Diese Parallelwelt, die die Welt umgibt, beherbergt nicht nur die Pranavoren, die sich von positiver Energie ern\u00e4hren und Gl\u00fccksgef\u00fchle verst\u00e4rken, sondern auch das Gegenteil: die Zerebravoren, die sich an Angst und Schrecken eines Wirtes laben, dessen Ur\u00e4ngste sie Gestalt werden lassen, indem sie gerne auch mal in seine Form schl\u00fcpfen. Irgendwie ist es diesen b\u00f6sartigen Viechern gelungen, eine Br\u00fccke in unsere Dimension zu bauen, die geradewegs im Waschsalon der Gonzales\u2018 endet. Um die drohende Invasion zu stoppen, wirft sich der Doktor gewohnt todesmutig in die Bresche und geht den Weg in die andere Richtung, um das Kroppzeug vor Ort ordentlich Mores zu lehren. Was nat\u00fcrlich nur gut ausgehen kann, wenn Fr\u00e4ulein Gabrielle den R\u00fcckweg lange genug offen halten kann\u2026<\/p>\n<p>Hierzulande eher einem kleinen Kreis vertraut, geh\u00f6rt der gute Doktor in England zur kollektiven Sonntag-Vormittag-Fernseh-Erinnerung ganzer Generationen. Seit die erste Episode \u201eAn unearthly child\u201c 1963 \u00fcber die britischen Mattscheiben flimmerte, entwickelte sich die Serie (die das ZDF damals zwar pr\u00fcfte, aber letztlich nicht brachte) um den Timelord, der in seinem Raumschiff Tardis (in Form einer Polizei-Notruf-Box, die innen gr\u00f6\u00dfer ist als au\u00dfen) durch Welten, Dimensionen und Zeiten reist, dabei immer wieder seine Gestalt wechselt und stets mit einer bevorzugt ansehnlichen menschlichen Begleitung unterwegs ist, zum Kult-Dauerbrenner. Bis vor nicht allzu langer Zeit regierte der Doktor allerdings nur im Nerd-Himmel \u2013 dank der 70er-Jahre-Folgen mit Schlapphut und Hippie-Schal oder auch der Hammer-Kinofassung mit Peter Cushing galt die Serie \u00e4hnlich wie Star Trek mehr als Objekt einer eher ironischen Verehrung, die sich in Doctor Who-Marathons der entsprechenden Societies an den einschl\u00e4gigen Universit\u00e4ten \u00e4u\u00dferte.<\/p>\n<p>Dann allerdings gelang der BBC das gleiche Kunstst\u00fcck, das <a href=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=912\" target=\"_blank\">J.J. Abrams<\/a> mit <a href=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=3212\" target=\"_blank\">Raumschiff Enterprise<\/a> vollbrachte: der Stoff, aus dem doch eigentlich nur hornbebrillte Tr\u00e4ume waren, wurde cool. Diesen Trick schaffte man durch mehrere Kunstgriffe \u2013 elegantes, futuristisch-postmodernes Design, endlich ordentliche Spezialeffekte anstelle von Pappkulissen, komplexe, d\u00fcster-erschreckende Stories und vor allem Schauspieler aus der allerersten Garde. Schon die erste Staffel des Reboots, die 2005 auf die Fernsehgemeinde losgelassen wurde, wartete mit Christopher Eccleston als Doktor (leicht psychopathisch, genial), Billie Piper als Begleiterin (lecker!!) und jeder Menge packender Geschichten auf, in denen der Doktor gegen Monster, Mutanten und auch seine Nemesis, die Daleks (Schlachtruf: \u201eexterminate! kill!\u201c) und Cyberman, antritt. Der Mythos war wiederbelebt, wie die neuen Abenteuer von <a href=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=917\" target=\"_blank\">Kirk und Mannschaft<\/a> durfte man auch als hipper Mensch den Doktor gut finden, und so l\u00e4uft die neue Serie mittlerweile in der neunten Staffel mit dem zw\u00f6lften Doktor Peter Capaldi.<\/p>\n<p>Geradezu pr\u00e4destiniert f\u00fcr die Comic-Gemeinde, erblickte der gute Doktor 2014 folgerichtigerweise beim englischen Titan-Verlag auch das Licht der Seiten der Bildgeschichten, die mit der zehnten Inkarnation David Tennant, der die Rolle nach der ersten Staffel des Neustarts direkt von Eccleston \u00fcbernahm, ins Geschehen einsteigen. In der TV-Serie verabschiedete sich der zehnte Doktor 2008 von seinen Begleiterinnen und reiste fortan alleine durchs Universum, wo die Comic-Adaption nun ansetzt. Wie in den <a href=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=2266\" target=\"_blank\">Comicfassungen der X-Files<\/a> werden auch hier die bekannten Rahmenbedingungen und Figuren f\u00fcr alternative Storylines genutzt, die sich in erster Linie Fans der Fernsehserie erschlie\u00dfen. Ob die Zeichnungen von Elena Casagrande nun nah genug an den Vorbildern orientieren, mag jeder selbst beurteilen, Tennnants Charakterisierung des Doktors als charmanter, eloquenter Gentleman wird durch Autor Nick Abadzis bestens getroffen.<\/p>\n<p>Die neue Begleitung Gabrielle entstammt wie schon die Billie-Piper-Figur Rose aus dem Arbeitermilieu, was des \u00d6fteren zu am\u00fcsanten Kontrasten zum eher aristokratisch-mond\u00e4nen Doktor f\u00fchrt und auch Raum f\u00fcr moderne Fragestellungen wie Selbstbestimmung und Generationenkampf gibt. In erster Linie aber bietet die Comicfassung einen schmissigen Dimensionstrip, der ohne Daleks auskommt und eher auf die Psycho-Horror-Schiene setzt, die auch einige der besten TV-Episoden ausmacht. Alle Freunde des guten Doktors k\u00f6nnen bei diesem Band, der die Originalhefte \u201aDoctor Who: The Tenth Doctor\u2018 1-5 versammelt, bedenkenlos zugreifen. Die Fernsehserie l\u00e4uft u.a. im Bezahlsender Fox HD \u2013 auch im englischen Originalton. (hb)<\/p>\n<p>Doctor Who, Band 1 &#8211; Der 10. Doctor: Herrschaft des Schreckens<br \/>\nText: Nick Abadzis<br \/>\nBilder: Elena Casagrande, Arianna Florean<br \/>\n132 Seiten in Farbe, Softcover<br \/>\nPanini Comics<br \/>\n16,99 Euro<\/p>\n<p>ISBN: 978-3-95798-287-2<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"wp_twitter_button\" style=\"float: right; margin-left: 10px;\">\n\t\t\t\t<a href=\"http:\/\/twitter.com\/share?counturl=http%3A%2F%2Fwww.comicleser.de%2F%3Fp%3D3421\" class=\"twitter-share-button\" data-url=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=3421\" data-count=\"none\" data-via=\"comicleser\" data-lang=\"de\" data-text=\"Doctor Who, Band 1 (Panini) &raquo; Comicleser #Arianna Florean #Der 10. 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