{"id":3291,"date":"2015-10-26T14:07:39","date_gmt":"2015-10-26T12:07:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=3291"},"modified":"2015-10-26T14:14:04","modified_gmt":"2015-10-26T12:14:04","slug":"xiii-gesamtausgabe-band-1-carlsen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=3291","title":{"rendered":"XIII Gesamtausgabe, Band 1 (Carlsen)"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-3292\" src=\"http:\/\/www.comicleser.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/XIII-Gesamtausgabe-1.jpg\" alt=\"XIII Gesamtausgabe, Band 1 (Carlsen)\" width=\"290\" height=\"400\" srcset=\"http:\/\/www.comicleser.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/XIII-Gesamtausgabe-1.jpg 290w, http:\/\/www.comicleser.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/XIII-Gesamtausgabe-1-218x300.jpg 218w\" sizes=\"auto, (max-width: 290px) 100vw, 290px\" \/><\/p>\n<p>Jake Shelton. Steve Rowland. Ross Tanner. Jason Fly. Oder einfach XIII. Wer ist der Mann ohne Ged\u00e4chtnis, der am Strand verletzt gefunden wird? Was ist seine Geschichte? 1988 ver\u00f6ffentlichte Carlsen einen Agententhriller der noch immer l\u00e4uft und inzwischen auf eine Erfolgsgeschichte von 23 B\u00e4nden angewachsen ist. F\u00fcr die ersten 19 bzw. 18 B\u00e4nde (einen gestaltete Giraud) zeichnete sich das kongeniale Duo Jean van Hamme (Largo Winch) und William Vance (<a href=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=1721\" target=\"_blank\">Bruno Brazil<\/a>, Bob Morane, <a href=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=1131\" target=\"_blank\">Bruce J. Hawker<\/a> u.a.) verantwortlich, dann \u00fcbernahmen Yves Sente (Blake und Mortimer, Thorgal) und Youri Jigounov (Agent Alpha) das Ruder. Jetzt erscheint \u2013 wieder bei Carlsen \u2013 die l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4llig <a href=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?tag=gesamtausgabe\" target=\"_blank\">Gesamtausgabe<\/a>, deren Band 1 die ersten vier Alben der Serie beinhaltet.<\/p>\n<p>Alan. Das ist sein erster Name. So nennt ihn das alte Ehepaar, das den Bewu\u00dftlosen mit einem Streifschuss am Kopf am Strand aufliest. Nach seinem verstorbenen Sohn. Bald stellt sich heraus: Alan, der die r\u00f6mische Zahl XIII unter dem Schl\u00fcsselbein t\u00e4towiert hat, hat sein Ged\u00e4chtnis verloren. Komplett. Und es dauert nicht lange, bis ihm Killer auflauern. Beim der Auseinandersetzung offenbart er erstaunliche F\u00e4higkeiten: er muss im Nahkampf ge\u00fcbt sein. Doch ihm bleibt nur die Flucht. Eine erste Spur zu seiner Identit\u00e4t und Vergangenheit f\u00fchrt in die Stadt Eastown. Dort lebte ein Steve Rowland mit seiner Frau. War er das? Doch bevor er weiter recherchieren kann, wird er erneut aufgegriffen. Dieses mal von der Polizei. Die unglaubliche Anschuldigung: er soll den US-Pr\u00e4sidenten ermordet haben!<\/p>\n<p>Ein rasanter Einstieg. Verschachtelt. Durchaus verworren. Immer spannend. Langsam plazieren sich die Figuren auf dem Schachfeld. Starke Charaktere. Da ist Colonel Amos, der XIII jagt, seine Identit\u00e4t kl\u00e4ren und damit die Hinterm\u00e4nner der geheimnisvollen Organisation aufdecken will, die den Mord am Pr\u00e4sidenten verantwortet. Zu denen geh\u00f6rt offenbar La Mangouste, der Oberkiller, der XIII aus noch unbekannten Gr\u00fcnden tot sehen will, und dabei kein Risiko scheut. Und dann ist da noch General Carrington mit seiner reizenden Adjudantin Lieutenant Jones, der XIII protegiert und mehr wei\u00df als er zugibt, ebenfalls aus noch unbekannten Gr\u00fcnden. Zwischendurch wird XIII als Steve Rowland bei seiner vermeintlichen Familie als S\u00fcndenbock missbraucht und zum M\u00f6rder erkl\u00e4rt und landet wie weiland Blueberry in einer unbarmherzigen Anstalt (was die Macher auch als Hommage an die Westernserie sehen), aus der es vermeintlich kein Entrinnen gibt. Sp\u00e4ter wird er von Carrington bei den Spads, einer US-Eliteeinheit, eingeschleust und langsam aber stetig f\u00fcgen sich immer deutlichen die einzelnen Puzzleteile ineinander.<\/p>\n<p>Die ersten vier Alben stellen (mit knallig poetischen Titeln wie \u201aDer Tag der Schwarzen Sonne\u2018 oder \u201aAlle Tr\u00e4nen der H\u00f6lle\u2018) quasi den ersten Akt dar. Am Ende wird einiges klar, Motive und wahre Rollen der Personen enth\u00fcllt und Verbindungen hergestellt. Die gigantische Verschw\u00f6rung wird bis zu einem gewissen Grad (es geht ja noch weiter) logisch erkl\u00e4rt. Auch die verschiedenen Identit\u00e4ten, die XIII angedichtet werden, \u00fcberblickt man besser, wenn man die Gesamtausgabe am St\u00fcck liest. Aber neue Verwicklungen entstehen und treiben die Handlung weiter. XIII ist ein Bestseller im franko-belgischen Raum. Dabei entstand die Serie eher zuf\u00e4llig. Jean van Hamme sollte Ende der Siebziger Jahre Gregs <a href=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=1721\" target=\"_blank\">\u201aBruno Brazil\u2018<\/a> \u00fcbernehmen. Doch daraus wurde nichts. Vance und van Hamme suchten einen \u00e4hnlichen Stoff, einen \u00e4hnlichen Charakter und aus der Not heraus wurde mit XIII ein neuer Agententhriller geboren, eine kaum kaschierte Variante der Bourne Romane von Robert Ludlum. Mit einem gro\u00dfen Unterschied: XIII erlangt sein Ged\u00e4chtnis nie zur\u00fcck, weshalb das Interesse der Leser an seiner Person stets wach bleibt.<\/p>\n<p>Der Belgier William Vance (Jahrgang 1935), der sich inzwischen krankheitsbedingt vom Gesch\u00e4ft zur\u00fcckgezogen hat, war zu Beginn der Reihe bereits eine gro\u00dfe Nummer. Er ist in etlichen verschiedenen Genres beheimatet. So setzte er Henri Vernes \u201aBob Morane\u2018 als Comic um und gl\u00e4nzte u.a. mit der Seefahrerserie <a href=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=1131\" target=\"_blank\">\u201aBruce J. Hawker\u2018<\/a>, die parallel zu XIII enstand. Dort beeindruckte er mit gro\u00dfen, opulenten Panels. In XII verfeinert er noch einmal seinen einzigartigen, markanten Stil. Vor allem Szenen, die im Regen oder im Schnee und vor Bilderbuch-Landschaften spielen, strotzen vor Atmosph\u00e4re und sind ob ihrer Details und feinen Strichen faszinierend anzusehen. Wie bei Gesamtausgaben inzwischen dankbarerweise \u00fcblich, gibt es auch hier einen Sekund\u00e4rteil, der auf 13 Seiten die Entstehung der Reihe schildert und dokumentiert, garniert mit zahlreichen Illustrationen und Exlibris von William Vance. Sehr sch\u00f6n. (bw)<\/p>\n<p>XIII Gesamtausgabe, Band 1<br \/>\nText: Jean van Hamme<br \/>\nBilder: William Vance<br \/>\n208 Seiten in Farbe, Hardcover<br \/>\nCarlsen Verlag<br \/>\n34,99 Euro<\/p>\n<p>ISBN: 978-3-551-72843-2<\/p>\n<div class=\"wp_twitter_button\" style=\"float: right; margin-left: 10px;\">\n\t\t\t\t<a href=\"http:\/\/twitter.com\/share?counturl=http%3A%2F%2Fwww.comicleser.de%2F%3Fp%3D3291\" class=\"twitter-share-button\" data-url=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=3291\" data-count=\"none\" data-via=\"comicleser\" data-lang=\"de\" data-text=\"XIII Gesamtausgabe, Band 1 (Carlsen) &raquo; Comicleser #Carlsen #Gesamtausgabe #Jean van Hamme #W [...]\">Tweet<\/a>\n\t\t\t<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jake Shelton. Steve Rowland. Ross Tanner. Jason Fly. Oder einfach XIII. Wer ist der Mann ohne Ged\u00e4chtnis, der am Strand verletzt gefunden wird? 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