{"id":1972,"date":"2014-10-18T21:57:26","date_gmt":"2014-10-18T19:57:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=1972"},"modified":"2014-10-18T22:02:46","modified_gmt":"2014-10-18T20:02:46","slug":"der-mann-der-keine-feuerwaffen-mochte-band-3-splitter","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=1972","title":{"rendered":"Der Mann, der keine Feuerwaffen mochte, Band 3 (Splitter)"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-1973\" src=\"http:\/\/www.comicleser.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Mann-Feuerwaffen-3.jpg\" alt=\"Der Mann, der keine Feuerwaffen mochte, Band 3\" width=\"300\" height=\"400\" srcset=\"http:\/\/www.comicleser.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Mann-Feuerwaffen-3.jpg 300w, http:\/\/www.comicleser.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Mann-Feuerwaffen-3-225x300.jpg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Sperriger Titel! Aber das vorweg: einer mit turbulenter Handlung und ganz viel Humor. Erinnern wir uns an die beiden ersten B\u00e4nde: Anwalt Byron Peck, gebildet und stets wunderbar gestelzt daherredend, taucht 1899 mit seinem Begleiter, dem D\u00e4nen Knut Hoggaard, irgendwo in Arizona auf, um etwas zu suchen: Papiere mit offenbar brisantem Inhalt. Noch brisanter: seine Frau Margot de Garine, \u00e4u\u00dferst materiell veranlagt, ist ebenso hinter den Dokumenten her. In Band zwei erf\u00e4hrt man mehr zum Hintergrund der Personen. Margot versuchte ihren Mann und Knut, der ihr Liebhaber war, zu t\u00f6ten. Nat\u00fcrlich der Papiere wegen. Die stammen von einem von Knuts Vorfahren und beinhalten hochinteressante Briefe von James Madison, des Vaters der amerikanischen Verfassung. Werden die Briefe nach Byron Pecks Plan eingesetzt k\u00f6nnen sie dazu f\u00fchren, dass das allgemeine Tragen von Waffen, bzw. der Besitz an sich, verboten werden. Ein idealistischer Ansatz. Und schon damals ein No-Go. Margot hingegen will mit den Briefen m\u00f6glichst viel Kohle machen und sie der Waffenindustrie meistbietend verscherbeln, damit diese jene unauff\u00e4llig verschwinden l\u00e4sst, um den Status Quo in Sachen Feuerwaffen beizubehalten.<\/p>\n<p>So, jetzt zu Band drei. F\u00fcr den Moment hat Margot die Nase vorn. Der alte Indianer Jack, \u00fcber dessen witzige Vergangenheit als \u201aModell-Indianer\u2019 wir auch einiges erfahren, wurde von ihr \u00fcberrumpelt. Margot besitzt damit Madisons Briefe. Jack trifft auf den naiven Timmy, der in die Schlange Margot vernarrt ist. Im Navajo Gebiet begegnen Sie dem schwarzen (!) Indianer William, w\u00e4hrend Margot sich bei Nonnen wieder findet, die junge Indianerm\u00e4dchen \u201aumerziehen\u2019. Jetzt geht es turbulent weiter: Byron und Knut treffen auf Jack und William. Man verb\u00fcndet sich (vorerst) gegen Margot. Die wird kurz festgenommen, umgarnt dann aber erfolgreich die Offiziers-Prominenz, worauf sie frei kommt und daf\u00fcr Byron und Knut im Knast landen. Doch auch nur kurz. Inzwischen hat sich Margot weitere Feinde gemacht und gemeinsam oder einzeln geht die Jagd auf sie und die Briefe weiter. Fortsetzung im vierten und letzten Band.<\/p>\n<p>Manchmal erinnert die Story an eine Parodie des Blueberry-Klassikers <em>Ballade f\u00fcr einen Sarg<\/em>: mehrere Parteien, die sich immer wieder neu untereinander verb\u00fcnden, verraten und verfeinden, verfolgen ein gleiches Ziel. War es bei Blueberry das S\u00fcdstaaten-Gold, sind es hier Madisons Briefe. Byron m\u00f6chte damit die Gesellschaft ver\u00e4ndern, der Rest will einfach nur Kohle damit machen. Heimlicher Star der Reihe ist Margot, eine Femme Fatale, wie sie im Buche steht. Verschlagen bis in die Haarspitzen. Witzigerweise nimmt sich die Reihe nicht bierernst, sie ist mit viel Esprit und Humor erz\u00e4hlt. Dazu Witz und Situationskomik. So bezieht sich Margot (in Bd. 2) einmal aufgrund der wilden Schie\u00df\u00fcbungen ihres Mannes auf den Western <em>Zwei rechnen ab<\/em>, der nat\u00fcrlich erst 1957 gedreht werden sollte (mit der ber\u00fchmten Schie\u00dferei am O.K. Corral als Thema). Dann sinniert Byron \u00fcber einen zuk\u00fcnftigen schwarzen Pr\u00e4sidenten (und erntet nat\u00fcrlich lauthals Gel\u00e4chter). Und die Zeichnungen passen bestens dazu. Die Personen sind alle etwas \u00fcberzogen dargestellt, mit einem leichten Hang zum Komischen und Stereotypen. Trotzdem ist die Pr\u00e4sentation stimmig und in angenehmen, kr\u00e4ftigen Farben gehalten. F\u00fcr seine erste Serie liefert Zeichner Paul Salomone mit einem ganz eigenen, gereiften Stil eine hervorragende Arbeit ab.<\/p>\n<p>Eine Parallele zur ebenfalls bei Splitter erscheinenden und j\u00fcngst hier besprochenen <a title=\"Saga Valta, Buch 2 (Splitter)\" href=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=1962\" target=\"_blank\"><em>Saga Valta<\/em><\/a>: auch hier wird die Reihe um einen Band \u201averl\u00e4ngert\u2018. Zuerst als Dreiteiler konzipiert und angek\u00fcndigt, wird es nun einen vierten Band geben. So m\u00fcssen wir also noch einmal etwas warten, um zu sehen, wer das Rennen, das wilde Hin und Her um Madisons Briefe gewinnt und ob Byron und Knut ihre liebevoll verzierte Stange Dynamit an dem gew\u00fcnschten Zielort platzieren k\u00f6nnen. Au backe\u2026 (bw)<\/p>\n<p>Der Mann, der keine Feuerwaffen mochte, Band 3: Das Geheimnis der Spinnenfrau<br \/>\nText: Wilfrid Lupano<br \/>\nBilder: Paul Salomone<br \/>\n48 Seiten in Farbe, Hardcover<br \/>\nSplitter Verlag<br \/>\n13,80 Euro<\/p>\n<p>ISBN: 978-3-86869-488-8<\/p>\n<div class=\"wp_twitter_button\" style=\"float: right; margin-left: 10px;\">\n\t\t\t\t<a href=\"http:\/\/twitter.com\/share?counturl=http%3A%2F%2Fwww.comicleser.de%2F%3Fp%3D1972\" class=\"twitter-share-button\" data-url=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=1972\" data-count=\"none\" data-via=\"comicleser\" data-lang=\"de\" data-text=\"Der Mann, der keine Feuerwaffen mochte, Band 3 (Splitter) &raquo; Comicleser #Der Mann der keine F [...]\">Tweet<\/a>\n\t\t\t<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sperriger Titel! Aber das vorweg: einer mit turbulenter Handlung und ganz viel Humor. 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