{"id":1242,"date":"2014-01-16T14:40:34","date_gmt":"2014-01-16T12:40:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=1242"},"modified":"2014-01-16T14:40:34","modified_gmt":"2014-01-16T12:40:34","slug":"kililana-song-band-2-schreiber-leser","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=1242","title":{"rendered":"Kililana Song, Band 2 (Schreiber &#038; Leser)"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-1243\" alt=\"Kililana Song, Zweiter Teil\" src=\"http:\/\/www.comicleser.de\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/Kililana-Song-2.jpg\" width=\"291\" height=\"400\" srcset=\"http:\/\/www.comicleser.de\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/Kililana-Song-2.jpg 291w, http:\/\/www.comicleser.de\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/Kililana-Song-2-218x300.jpg 218w\" sizes=\"auto, (max-width: 291px) 100vw, 291px\" \/><\/p>\n<p>Oder so: Der alte Mann und das Meer. Und der Junge. Und Knochen.<\/p>\n<p>Zweiter und leider letzter Teil von Benjamin Flaos Geschichte um den elfj\u00e4hrigen Naim, der in Kenias K\u00fcstenperle Lamu in ein seltsames Abenteuer verwickelt wird.<\/p>\n<p>Der abschlie\u00dfende Band hat nun die Aufgabe, die verschiedenen Handlungsstr\u00e4nge miteinander zu verbinden. Wie, das wollen wir nat\u00fcrlich nicht im Einzelnen verraten. Hauptperson bleibt aber der elfj\u00e4hrige Naim. Der sitzt auf einem Boot zusammen mit dem vermeintlich verr\u00fcckten Einsiedler fest. Ein Boot, das obendrein f\u00fchrerlos im Meer einem ungewissen Ziel entgegen segelt. Der Alte hat die Gebeine von Liongo Fumo ausgegraben (siehe die <a title=\"Kililana Song, Band 1\" href=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=792\" target=\"_blank\">Legende in Band 1<\/a>), denn deren letzte Ruhest\u00e4tte ist bedroht durch den geplanten Bau eines Hotelkomplexes f\u00fcr Touristen. Fast das ganze Album verbringt Naim auf dem Boot und hat somit keinen Einfluss auf die Handlung, die sich in Lamu und Umgebung teils dramatisch entwickelt: Jahid kann seine Drogen nicht liefern, denn die sind weg, dank Naim. Der Franzose Jean Philippe vermisst die Drogen auch schmerzhaft. Denn er ist auf Entzug. Und drauf und dran, es sich mit Suzy gr\u00fcndlich zu verscherzen. Dann ist da noch der alte Nacuda, der von den Jungen mit Qat, einer leichten Alltagsdroge, versorgt wird. Und nat\u00fcrlich Kapit\u00e4n G\u00fcnter, der von Milizen entf\u00fchrt wurde und sich als knallharter Hund erweist. Dessen mysteri\u00f6se hei\u00dfe Ware, die gleich zu Beginn von Band 1 in h\u00f6chster Eile \u00fcber Bord geworfen wurde, wird ebenfalls noch eine Rolle spielen. Und der Leser wird \u00fcber die wahren Hintergr\u00fcnde des Hotelneubaus aufgekl\u00e4rt. Denn Touristen anlocken (Lamu und sein Archipel sind Weltkulturerbe) ist nur ein Sekund\u00e4rziel. In Wahrheit geht es um sehr viel Geld. Stichwort: \u00d6l.<\/p>\n<p>Von alledem ahnt und wei\u00df Naim nichts. Er macht inzwischen auf hoher See auf der f\u00fchrerlosen Nu\u00dfschale neben dem verr\u00fcckten Alten die ein oder andere mystische Erfahrung. Auch w\u00e4hrend des m\u00e4chtigen Sturms, der so grandios in Szene gesetzt ist. Doch am Ende wird f\u00fcr Naim und seine Freunde fast alles gut: Der Epilog, der zwei Jahre sp\u00e4ter spielt, wei\u00df den Leser mit einem wunderbaren Clou zu \u00fcberraschen. Und auch der Titel des Zweiteilers bekommt noch einen Sinn.<\/p>\n<p>Wie schon im ersten Band gl\u00e4nzt Flao auch hier mit unkonventionellen Zeichnungen, die oft einen \u201eMut zur L\u00fccke\u201c zeigen. Es bleibt viel wei\u00df in den Panels, der Zeichenstil ist reduziert auf das Wichtigste: die handelnden Personen. Und die sind markant inszeniert. Da stimmt jeder (krumme) Strich. Doch auch die Natur kommt nicht zu kurz. Die gro\u00dfen Panels mit dem Sturm und die mystisch abstrakte Nahtodschilderung (ein Bild pro Seite) beindrucken mit ihrer Intensit\u00e4t. Und ja, Lamu ist ein bedrohtes Juwel. Industrie macht sich breit, der Hafen soll ausgebaut werden. Die Natur und die Existenzen der Menschen sind dadurch bedroht. Flao greift ein stets aktuelles Thema auf, das den Hintergrund f\u00fcr eine fast m\u00e4rchenhafte Story bildet, die clever konstruiert ist und bei der bis zum donnernden Schlu\u00dfakkord die F\u00e4den zusammenlaufen. (bw)<\/p>\n<p>Kililana Song, Zweiter Teil: Liongos Lied<br \/>\nText &amp; Bilder: Benjamin Flao<br \/>\n136 Seiten in Farbe, Hardcover<br \/>\n24,80 Euro<\/p>\n<p>ISBN 978-3-943808-23-0<\/p>\n<div class=\"wp_twitter_button\" style=\"float: right; margin-left: 10px;\">\n\t\t\t\t<a href=\"http:\/\/twitter.com\/share?counturl=http%3A%2F%2Fwww.comicleser.de%2F%3Fp%3D1242\" class=\"twitter-share-button\" data-url=\"http:\/\/www.comicleser.de\/?p=1242\" data-count=\"none\" data-via=\"comicleser\" data-lang=\"de\" data-text=\"Kililana Song, Band 2 (Schreiber &#038; Leser) &raquo; Comicleser #Benjamin Flao #Kililana Song #S [...]\">Tweet<\/a>\n\t\t\t<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Oder so: Der alte Mann und das Meer. Und der Junge. Und Knochen. Zweiter und leider letzter Teil von Benjamin Flaos Geschichte um den elfj\u00e4hrigen Naim, der in Kenias K\u00fcstenperle Lamu in ein seltsames Abenteuer verwickelt wird. 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